Bremer geben besonders viel Trinkgeld bei Beautydienstleistern

28. Juli 2026
Frau zahlt im Friseursalon Bargeldlos. Foto: SumUp
Die Bremerinnen und Bremer sind beim digitalen Trinkgeld im Friseursalon besonders großzügig. Foto: SumUp

Das Finanztechnologie-Unternehmen SumUp hat analysiert, in welchen Städten die Kund*innen das meiste Trinkgeld beim Besuch im Friseursalon oder Kosmetikstudio lassen. Überraschungssieger wurde Bremen noch vor München und Düsseldorf.

Inhaltsübersicht

 

Bremer geben im Schnitt 12,4 % Trinkgeld

Wer sich in Deutschland beim Friseur, im Kosmetikstudio oder im Spa verwöhnen lässt, zeigt sich häufig auch mit einem Trinkgeld erkenntlich. Besonders großzügig sind dabei die Kunden und Kundinnen in Bremen: Mit durchschnittlich 12,4 Prozent pro digital erfasstem Trinkgeld führt die Hansestadt das aktuelle Trinkgeld-Ranking des Finanztechnologie-Unternehmens SumUp für die Beautybranche an.

Berlin erreicht nur Platz 2 beim Trinkgeld

Berlin folgt mit 9,2 Prozent auf Platz zwei, während Hannover und Kiel mit einem durchschnittlichen Trinkgeld in Höhe von jeweils 7 Prozent das Schlusslicht bilden. Bundesweit beträgt das durchschnittliche Trinkgeld 8,5 Prozent des Rechnungsbetrags. Die Auswertung zeigt deutliche regionale Unterschiede.

Das Trinkgeld-Ranking in der Beautybranche 

(Basis: Durchschnittliches Trinkgeld in Prozent in der Beautybranche in den Landeshauptstädten, 2026)

1. Bremen 12,4 %
2. Berlin 9,2 %
3. Hamburg 8,9 %
3. Schwerin 8,9 %
4. München 8,8 %
5. Düsseldorf 8,7 %
5. Erfurt 8,7 %
6. Potsdam 8,1 %
7. Stuttgart 8 %
8. Magdeburg 7,9 %
9. Dresden 7,8 %
10. Saarbrücken 7,7 %
10. Wiesbaden 7,7 %
11. Mainz 7,6 %
12. Hannover 7 %
12. Kiel 7 %

Hohe Ausreißer in Berlin

Während Bremen den höchsten durchschnittlichen digitalen Trinkgeldanteil am Rechnungsbetrag aufweist, verzeichnet die Hauptstadt Berlin die meisten besonders großzügigen Einzeltrinkgelder. Trinkgelder von 20 bis 25 Prozent oder sogar von mehr als 25 Prozent bleiben zwar selten, treten in der Hauptstadt jedoch häufiger als in anderen Städten auf. 

Jeder Fünfte gibt mehr als 10% Trinkgeld


Vor allem Friseure und Barber profitieren von der Trinkgeldbereitschaft ihrer Kunden. Zwar entfallen mit einer Mehrheit von 49,3 Prozent knapp die Hälfte aller Trinkgelder auf den Bereich zwischen fünf und zehn Prozent. Gleichzeitig fällt auf, dass fast jedes fünfte Trinkgeld (19,9 Prozent) zwischen zehn und 15 Prozent liegt, weitere 10,6 Prozent sogar zwischen 15 und 20 Prozent. Trinkgelder von mehr als 25 Prozent kommen beim Friseur häufiger vor als in Kosmetikstudios oder Wellness- und Spa-Betrieben.

Kleinere Beträge führen häufiger zu mehr Trinkgeld


In der Sumup-Analyse zeigt sich außerdem, dass die Höhe des Trinkgelds nicht zwangsläufig mit der Höhe der Rechnung steigt. Je niedriger der Rechnungsbetrag, desto höher kann das Trinkgeld prozentual ausfallen. Gerade bei Rechnungsbeträgen zwischen 10 und 50 Euro schöpfen Kunden die gesamte Bandbreite aus und Trinkgelder reichen von fünf Prozent bis hin zu mehr als 25 Prozent.

Steigende Preise, mehr Trinkgeld?

Obwohl die Preise in der Beautybranche zuletzt gestiegen sind, steigt das Trinkgeld nicht im gleichen Maße an. Nach einem Anstieg der durchschnittlichen Trinkgeldhöhe um 3,4 Prozent von 2024 auf 2025 sank sie von 2025 auf 2026 wieder um 1,8 Prozent. Höhere Rechnungsbeträge führen somit nicht automatisch zu höheren Trinkgeldern.

Die Methodik

Die SumUp Auswertung hat anonymisierte Transaktionen mit Trinkgeld, also über SumUp getätigte Zahlungen, in der Beautybranche (Friseur/Barber, Kosmetikstudios und Wellness/Fitness/Spa-Betriebe) untersucht. Analysiert wurde die digitale Trinkgeldfunktion für die Zeiträume Januar bis einschließlich Juni der Jahre 2024, 2025 und 2026. Bar gezahlte Trinkgelder waren nicht Bestandteil der Analyse.


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