Sebastian Böhm

23.11.2021

Stammzellenspende für Sebastian Böhm gesucht

Bereits zum zweiten Mal ist Sebastian Böhm an Leukämie erkrankt. Helfen kann dem bekannten Friseur nur noch eine Stammzellenspende. Wir konnten mit Sebastian, der sich momentan in einer Spezialklinik in Magdeburg in Isolation befindet, telefonieren und fragen, wie es ihm geht.

„Ich habe gerade eine zweiwöchige Akutchemotherapie hinter mich gebracht und befinde mich nun in einer sogenannten Bridge-Time“, erzählt er. So wird die Phase nach der Chemotherapie und vor der Stammzellentransplantation genannt. Weder Frischluft von draußen noch ein Fernseher zur Ablenkung sind dort erlaubt – denn jegliche Bakterien, Viren oder auch Elektrosmog können sein geschwächtes Immunsystem angreifen. „Hört sich an wie in einem schlechten Hollywoodfilm, ist aber leider Realität“, sagt er. Trotz aller Umstände ist Sebastian positiv gestimmt und glaubt fest an seine Genesung. Als er vor ca. drei Wochen die Diagnose erhielt, startete er den ersten Aufruf mit der Bitte, sich bei der DKMS zu registrieren. Seither sind ca. 1200 Menschen dieser Bitte gefolgt und haben sich über diesen Link registriert. „Ich bin total geflasht von dieser Welle der Solidarität – und wenn es am Ende irgendjemand anderem das Leben rettet, vielleicht auch mir, aber vielleicht auch jemand anderem, dann hat es so viel gebracht.“

Auf seiner Station ist er der Jüngste, doch nicht weit entfernt ist die Kinderkrebsstation. „Die Kleinen sind so tapfer, viel tapferer als manche Erwachsene. Als ich hier angekommen bin, habe ich gehört, wie ein kleines Mädchen sagte, sie wolle, wenn ein Spender für sie gefunden werde, diesen erst einmal ihrer besten Freundin geben. Ist das nicht schön? Diese Naivität dahinter, aber vor allem das Liebevolle, dieses Aufrichtige. Das kann man nur von Kindern lernen.“

Nun ist jeder von uns, der noch nicht registriert ist, gefragt. Einfach über den Link auf die Seite der DKMS gehen, sich anmelden, registrieren und das Stäbchen, das einem zugeschickt wird, schnellstens wieder Retour schicken. Wenn dann der Anruf kommt, investieren die Spender*innen drei Tage ihrer Zeit. Am ersten Tag findet eine Voruntersuchung statt, am zweiten Tag wird für ca. eine Stunde Blut abgenommen und am dritten Tag findet die eigentliche Transplantation statt. „Und die sieht so aus, dass der oder die Spenderin sich auf einen Stuhl setzt und ihr/ihm – mit einer Nadel links und einer rechts im Arm - ungefähr fünf Stunden Blut abgenommen wird, u. a. auch Plasma“, erklärt Sebastian.

Bitte helft und registriert Euch! Sebastian, wir denken an Dich und drücken Dir fest die Daumen, dass bald ein Spender gefunden wird!