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24.10.2019

Höhere Azubi-Löhne und neue Berufsbezeichnungen

Der Bundestag hat das Gesetz zur Modernisierung und Stärkung der beruflichen Bildung verabschiedet.

Der Mindestlohns für Azubis kommt! Der Bundestag hat beschlossen, dass Auszubildende ab 2020 im ersten Lehrjahr mindestens 515 Euro im Monat verdienen sollen. Der Betrag wird in den folgenden Jahren schrittweise weiter erhöht - auf bis zu 620 Euro monatlich im ersten Lehrjahr. Auch im zweiten und dritten Ausbildungsjahr gibt es mehr.

Das Gesetzt muss nun noch vom Bundesrat verabschiedet werden, dann soll es zum 1. Januar 2020 in Kraft treten. Jedoch: Arbeitgeber und Gewerkschaften können nach wie vor im Rahmen ihrer Tarifautonomie ein eigenes Lehrgeld vereinbaren, welches dann Vorrang hat – selbst wenn es die Mindestausbildungsvergütung unterschreitet.

Weitere Beschlüsse

Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der beruflichen Bildung zu sichern, sieht das Gesetz auch die Einführung neuer Bezeichnungen für die berufliche Fortbildung vor. Künftig soll es die Fortbildungsabschlüsse "geprüfte/r Berufsspezialist/in", "Bachelor Professional" und "Master Professional" geben.

Oskar Vogel, der Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischer Handwerkstags, hierzu: "Wir sind froh, dass die drei beruflichen Fortbildungsstufen nun im Gesetz verankert ... werden. Diese machen deutlich, dass sich die Ausbildung zum Handwerksmeister auf Augenhöhe mit akademischen Bachelorabsolventen befindet. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem noch langen Weg zur gleichwertigen Behandlung von akademischer und beruflicher Bildung."