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Ausbildungsreport der DGB-Jugend 2026

24. August 2026
Hand die am Waschbecken einer Frau die Haare wäscht
Copyright: AdobeStock guys who shoot

Die Friseurbranche schneidet schlecht ab, in vielen Bereichen besteht Handlungsbedarf. Die duale Ausbildung wird insgesamt gut bewertet, Azubis wünschen sich jedoch bessere Bezahlung und Betreuung. Schwerpunkt der Studie: Mentale Gesundheit.

Inhaltsübersicht

Köch*innen, Maler*in und Lackierer*in, Hotelfachmann*frau, Zahnmedizinische*r Fachangestellte*r und Friseur*in sind die Ausbildungsberufe, welche im aktuellen Report am schlechtesten abgeschnitten haben. Zeit, etwas zu tun und die Details anzuschauen! Für den Ausbildungsreports 2026 der DGB-Jugend wurden insgesamt 13.227 Auszubildende aus 25 dualen Ausbildungsberufen befragt. Zufrieden sind u.a. Verwaltungsfachangestellte, Mechatroniker*innen und Industriekaufleute. Grundsätzlich wurde die duale Ausbildung positiv bewertet: 65,7 Prozent der befragten Azubis sind mit ihrer Ausbildung „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“. Zugleich klagt die Hälfte über psychische Belastungen, etwa durch Leistungsdruck, hohe Verantwortung oder Personalmangel.

Im Ausbildungsalltag zeigen sich klare Handlungsbedarfe: Mehr als ein Drittel der Auszubildenden leistet regelmäßig Überstunden (35,4 Prozent). 16,3 Prozent müssen „immer“ oder „häufig“ Tätigkeiten erledigen, die nicht Bestandteil ihrer Ausbildung sind und nicht dem Lernerfolg dienen. Die Mitbestimmung ist ein wichtiger Faktor für Azubis! Probleme sollen nicht unter den Tisch fallen.

Qualität der Berufsschule

Der Lernort Berufsschule spielt im Rahmen der dualen Ausbildung eine ebenso wichtige Rolle wie der Ausbildungsbetrieb. Jedoch bewerten gerade einmal 52,6 Prozent der befragten Auszubildenden die fachliche Qualität
des Berufsschulunterrichts als »sehr gut« oder „gut“. Dieser ohnehin niedrige Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr erneut gesunken und erreicht damit den niedrigsten jemals im Rahmen des Ausbildungsreports ermittelten Wert.

Schwerpunkt mentale Gesundheit

Diesjähriger Schwerpunkt des Reports ist die mentale Gesundheit von Auszubildenden. Die Hälfte (50,6%) der Befragten gibt an, psychische Belastungen zu erleben. Sind Ausbilder*innen immer verfügbar, fühlen sich nur 8,5 Prozent der Auszubildenden hoch belastet. Sind sie selten oder nie erreichbar, sind es 36 Prozent. Der DGB fordert niedrigschwellige Ansprech- und Beratungsangebote sowie verpflichtende Fortbildungen zu mentaler Gesundheit für das Ausbildungspersonal.

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Finanzielle Sicherheit

65,3 Prozent der Befragten geben an, von ihrer Ausbildungsvergütung „weniger gut“ oder „gar nicht“ selbstständig leben zu können. Fast ein Drittel ist auf zusätzliche finanzielle Hilfe der Eltern angewiesen, etwa jede*r Achte geht neben der Ausbildung einem Nebenjob nach. Nina Krüger sagt: „Ausbildung muss jungen Menschen einen eigenständigen Start ins Berufsleben ermöglichen. Wer eine Ausbildung beginnt, braucht eine Vergütung, die zum Leben reicht. Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung bietet dafür keinen ausreichenden Schutz.“

Die Forderungen der DGB-Jugend auf einem Blick:

  • Fort- und Weiterbildungen zu mentaler Gesundheit für Ausbildungspersonal und Berufsschullehrkräfte,
  • Mindestausbildungsvergütung erhöhen auf mindestens 80 Prozent der durchschnittlichen tariflichen Ausbildungsvergütung über alle Branchen hinweg,
  • Azubiwohnheime mit sozialpädagogischer Begleitung bundesweit aufbauen,
  • Die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss sicherstellen. Ausbildung braucht verlässliche Perspektiven.

Hier geht’s zum vollständigen Report: Ausbildungsreport DGB-Jugend 2026

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