IKW-Studie: Kosmetik stärkt psychische Gesundheit

22. September 2025
Frau liegt in Badewanne
Pflegerituale sorgen für mentales Wohlbefinden. Foto: AdobeStock_Alla

Mental Health ist kein Tabu-Thema mehr und es wird in allen Altersgruppen darüber gesprochen. Das, und welche Auswirkungen Kosmetikprodukte auf die mentale Gesundheit haben, hat die Studie „Make-up your Mind – Wie Kosmetik inneren Halt gibt“ im Auftrag des Industrieverbandes Körperpflege und Waschmittel (IKW) herausgefunden.

Inhaltsübersicht

Die schlechte Nachricht vorweg: Wir befinden uns in einem Dauerkrisen-Modus, der sich in einer allgemeinen Gereiztheit der Menschen widerspiegelt: an der Supermarktkasse, im Verkehr, in der Familie – wir fahren schnell aus der Haut, regen uns schnell auf. Diese „Brodeln“ in der Gesellschaft und das schnelle Gestresst sein empfinden vor allem Frauen (64%) und Menschen im Alter von 36 und 45 Jahren (67%), die durch Familie und Beruf einer Doppelbelastung ausgesetzt sind.

Über mentale Gesundheit wird gesprochen

Die gute Nachricht: Über die mentale Gesundheit sprechen inzwischen über 80 % ganz offen mit Freunden, der Familie oder Kollegen. Und: Die Menschen haben Strategien für sich entdeckt, wie sie dem Dauerstress im Alltag in kleinen Einheiten entfliehen können. Neben Waldspaziergängen, Sport und der Pflege sozialer Kontakte gehört die Selbstpflege dazu. Darunter fallen Schlafen, Musik hören, Baden und kosmetische Behandlungen. 33 % der Befragten und 39 % der Frauen sagen, sie nutzen Körperpflege gezielt zur Stärkung ihrer mentalen Gesundheit. 87 % bestätigen, dass Pflegerituale ihre mentales Wohlfinden beeinflussen, bei den Frauen sind es sogar 89 %.

Grafik zur Bedeutung von Pflegeritualen
84,2 Prozent der Befragten sagen, dass Pflegerituale ihr Wohlbefinden positiv beeinflussen. Grafik: IKW

Pflegerituale mit der Lieblingskosmetik

Auf Platz 1 der Pflegerituale steht Duschen, gefolgt vom Auftragen eines Duftes und dem Eincremen der Haut. Für 24 % der Frauen (Geschlechterübergreifend 19 %) dient auch die Haarroutine der mentalen Selbstbehandlung und der Flucht aus dem Alltag. Männern legen besonderen Wert (43%) auf die Rasur als Pflegeritual. Die IKW-Studie zeigt auch: Ganz wichtig ist dabei die Lieblingskosmetik, die eng mit der Persönlichkeit verbunden ist. 51 % der Befragten würden es als massive Einschränkung ihrer Persönlichkeit empfinden, wenn die Vielfalt an Kosmetikprodukten eingeschränkt würde. 30 % würden sich sogar aktiv gegen einen Verlust an Produktvielfalt engagieren.

Ein Balkendiagramm, zeigt, welche Körperpflegerituale helfen, zu entspannen
19 % der Befragten entspannen bei ihrer Haarroutine. Grafik: IKW

Infos zur Studie

Die IKW-Studie „Make-up your Mind – wie Kosmetik inneren Halt gibt“ wurde von der Agentur Lönneker & Imdahl rheingold salon 2025 erhoben. In 36 tiefenpsychologischen Befragungen und einem repräsentativen Online-Panel mit 1.000 Befragten beleuchtet die Studie angewandte Strategien, um dem Zustand der Dauerreizung zu entfliehen, Rituale, um sich zu entspannen und welche Bedeutung Körperpflege zur Selbstbehandlung der mentalen Gesundheit hat.

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