Die TOP Salon Design Sieger 2026 „Mehlfeld“ nehmen uns mit in ihren preisgekrönten Premiumsalon in Bad Schwartau.
Inhaltsübersicht
- Bloß keine Turnhallen-Atmosphäre
- KI hat beim Design geholfen
- Rezeptions- & Barbereich
- Salon-Multifunktionsraum
- Wellness-Lounge
- Mixecke
- WC-Lounge
- Mitarbeiterraum
- VIP-Raum
Auf 255 Quadratmetern finden sich 19 Bedienplätze. Wie die Inhaber Jacqueline und Tim Mehlfeld es geschafft haben, dass ihr 2026 zum TOP Salon in der Kategorie Design ausgezeichnetes Unternehmen dennoch nicht wie eine Turnhalle wirkt, verrieten sie im Gespräch mit TOP HAIR:
Bloß keine Turnhallen-Atmosphäre
„Wir hatten vorher einen sehr persönlichen, kleinen und intimen Salon“, erzählt Jacqueline Mehlfeld. Die größte Angst aller: „Dass wir eine große, unpersönliche Halle haben.“ Zehn verschiedene Gestaltungskonzepte gab es für den, in seiner Grundfläche an ein Dreieck erinnernden, Salon. Nach beinahe zwei Jahren in der Immobilie, die an der Außenfront einer Art Passage untergebracht ist, können die beiden Unternehmer heute sagen: „Unser Salonzuschnitt ist optimal! Das war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten.“ Rechts im Salon finden sich zehn Plätze, in der Mitte der Wellness-Bereich plus Bar und Rezeption und auf der linken Seite nochmals neun Plätze. „Das fühlt sich ein bisschen so an, also ob wir zwei kleine Salons in einem haben“, sagt die Friseurmeisterin.
KI hat beim Design geholfen
Beim Ausbau, der Farbgestaltung und der Materialwahl hat sich das Unternehmer-Ehepaar Unterstützung bei einer Künstlichen Intelligenz geholt. In die Anforderungen an die KI sind Ideen aus jahrelangen Hotel- und Restaurantbesuchen geflossen,
dennoch warnt Tim Mehlfeld: „Man braucht bei KI nicht darauf zu hoffen, dass sie einem einen sinnvollen Salon zusammenbaut. Aber als Design-Inspiration, in welche Richtung das gehen kann, war die KI sehr hilfreich.“
Die Idee, Holz, Goldtöne und Glas zu paaren, kam zum Beispiel von der KI. „Und ganz praktisch gesprochen: Man kann Designernamen und Architekten als Inspiration hinterlegen und die KI bitten, dass sie einem in diesem Stil einen modernen Salon entwickelt.“ Am Ende war Mehlfelds wichtig: „Wir wollen Erlebnisse, wollen, dass die Kunden einen Wow-Effekt haben wenn sie reinkommen.“ Mission gelungen!
Rezeptions- & Barbereich

Das Ziel war es, eine Anlaufstelle wie in einem Hotel zu schaffen. Bar und Rezeption sind zum Eingang hin ausgerichtet, damit Gäste direkt aufgenommen werden. Direkt hinter der Rezeption findet sich – auch ganz Hotel-like – ein kleines Backoffice mit einem Arbeitsplatz. Der gesamte Getränkeservice wird über die Bar bespielt. Allerdings: Man benötigt an der Bar auch immer jemanden, der die Stellung hält und ansprechbar ist, hat das Unternehmer-Ehepaar festgestellt. Die Materialkombination an der Bar aus Holz- und Steinoptik und getöntem Glas wirkt sehr edel. Zum Thema Glas sagt Jacqueline Mehlfeld: „Manchmal frage ich mich, ob ich irre war! Das Glas ist zwar schnell abgewischt, aber man wischt eben viel.“

Salon-Multifunktionsraum

Das wohl auffälligste Element im Raum ist der abstrakte Baum, der eine tragende Säule kaschiert. Direkt an ihn an grenzt ein langer Tisch mit sechs Sitzplätzen. Die Spiegel können gedreht und abgenommen werden, ein TV-Gerät kommt bei Schulungen und Präsentationen zum Einsatz. Und selbst wenn dort Schulungen oder Präsentationen stattfinden, kann im Salonbereich zur anderen Seite der Rezeption ganz normal weiter gearbeitet werden. Der zeitlose „Baum“ war eine Idee der Innenarchitektin: „Der hat zwar sehr viel Geld gekostet, es war aber die absolut richtige Entscheidung, dass wir das dort investiert haben“, ist sich Jacqueline Mehlfeld sicher.
Wellness-Lounge

Die Wellness-Lounge befindet sich in der Mitte des Salons. Sie ist von zwei Seiten begehbar. Zuschaltbare Ringlampen sorgen dafür, dass vor allem bei Farbbehandlungen perfekte Ergebnisse gewährleistet werden können. Wer es entspannt mag, der findet bei gedämmtem Licht und umgeben von Entspannungsmusik und Akustikpanelen, den perfekten Ort zum Runterkommen.
Mixecke

Auch die schlauchförmige Mixecke lässt sich von beiden Seiten bespielen. Bewusst wurde sich hier gegen den Rat des Architekten und für eine geschlossene Mixecke entschieden: „Hier arbeiten viele Menschen und wenn sie offen wäre, müssten wir den ganzen Tag hinterher laufen und schauen, dass dort alles immer ordentlich ist“, sagt Jacqueline Mehlfeld. Vollflächig wurde in der Mixecke eine Edelstahlplatte integriert: „Die ist perfekt wenn man zum Beispiel Haarverlängerungen einfärben muss.“
WC-Lounge

Kontrastprogramm in der genderneutralen WC-Lounge: Ist der übrige Salon recht hell und offen gestaltet, wurde in der Toilette bewusst auf dunkle Farben gesetzt. Auch akustisch wird man hier überrascht. Während im Salon eine kuratierte Entspannungsmusik läuft, hört man auf dem stillen Örtchen Hip-Hop und R&B. „Wir wollten hier so einen kleinen Wow-Effekt schaffen und unsere Gäste überraschen“, erklärt Jacqueline Mehlfeld. „Das ist doch der total Abturner, wenn der Salon total chic ist und für die Toilette hat es dann nicht mehr gereicht“, sagt die Friseurmeisterin zu ihrer Motivation für den Raum.
Mitarbeiterraum

Ich finde es nicht schön, wenn man im Salon viel Geld ausgibt und für den Raum für die Mitarbeiter*innen bleibt dann nichts mehr übrig.“ Bewusst wurde er deshalb ebenso stylisch und sorgfältig eingerichtet: Ein hoher Tisch lädt zum Essen ein, aber auch zum Stehen für eine Tasse Kaffee. „Wir haben uns bewusst gegen ein Sofa entschieden: Durch den hohen Tisch und die hohen Stühle bleiben die Mitarbeiter agil und haben dennoch einen Rückzugsort“, erklärt Tim Mehlfeld die Wahl.
VIP-Raum

Ein separater Raum, der mittlerweile für alles genutzt wird, seit kein Brautservice mehr
angeboten wird: für Gespräche, als Trainingsraum für Azubis, aber auch buchbar für Kunden mit Haarersatz oder geschäftlichen Meetings.

Text: Yvonne Rieken
Weitere Artikel
TOP Salon 2018: Der Employer-Award geht an hair design Wesselmann
TOP Salon-Finalist 2022: Cutting Crew Hair-Design / Hair-Force One, Bayreuth

