Zum 1. August startet das neue Ausbildungsjahr. Saloninhaberin Marlene Lamont, erklärt, warum es sie erfüllt junge Menschen zu Friseuren auszubilden, was Auszubildende in der Lehre erwartet und worauf sie sich freuen können.
Inhaltsübersicht
- Berufswahl: Soll ich Friseurin werden?
- Die ersten Schritte in der Friseurlehre
- Praxisnah lernen und Verantwortung übernehmen
- Warum der Friseurnachwuchs so wichtig ist
- Karrierechancen nach der Friseurlehre
Das neue Ausbildungsjahr beginnt in Deutschland am 1. August bzw. 1. September. Die Friseurlehre bietet jungen Menschen die Chance, handwerkliches Können, Kreativität und Kundenservice von Grund auf zu erlernen und sich persönlich weiterzuentwickeln. Die Lehre führt sie von den ersten Aufgaben im Salon bis hin zu eigenen Schnitt-, Farb- und Styling-Dienstleistungen. Marlene Lamont, Inhaberin des Friseursalons Urban Hair & Beauty, erklärt, warum die Förderung des Friseurnachwuchses für die Zukunft der Branche unverzichtbar ist.
Berufswahl: Soll ich Friseurin werden?
Wer eine Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin beginnt, entscheidet sich für einen Beruf, der Kreativität, handwerkliche Präzision und den direkten Kontakt mit Menschen verbindet. Die Entwicklung vom Friseur-Azubi zur Gesellin ist ein spannender Prozess, der fachliches Know-how, persönliche Weiterentwicklung und Praxiserfahrung vereint.
Bereits ab dem ersten Ausbildungstag sammeln Auszubildende wertvolle Erfahrungen im Salonalltag. Sie lernen nicht nur verschiedene Techniken rund um Haarpflege, Schnitt und Styling kennen, sondern entwickeln auch wichtige Kompetenzen im Bereich Kundenkommunikation und Service. Gerade diese Fähigkeiten sind entscheidend, um langfristig Vertrauen aufzubauen und Kundinnen und Kunden professionell zu beraten.
Die ersten Schritte in der Friseurlehre
Zu Beginn der Ausbildung übernehmen Friseur-Azubis unterstützende Aufgaben im Salon. Dazu gehören beispielsweise das Vorbereiten der Arbeitsplätze, die Pflege des Salons, das Haarewaschen sowie das Üben von Schnitttechniken an Trainingsköpfen. Diese Tätigkeiten schaffen die Grundlage für den späteren beruflichen Erfolg und vermitteln ein Gespür für Qualitätsstandards und professionelle Abläufe.
Gleichzeitig gewinnen die Nachwuchskräfte Sicherheit im Umgang mit Kundinnen und Kunden. Denn bereits in dieser frühen Phase lernen sie, wie wichtig eine freundliche Kommunikation und ein professionelles Auftreten im Friseurhandwerk sind.
Marlene Lamont macht deutlich: „So einfach es auch klingen mag: Genau diese Fähigkeiten sind für die Kundenbetreuung unerlässlich. Sie bieten die perfekte Gelegenheit, Selbstvertrauen in die eigene Kommunikation aufzubauen und schon früh Beziehungen zu zukünftigen Kundinnen und Kunden aufzubauen, noch bevor man selbst am Bedienplatz steht.“
Praxisnah lernen und Verantwortung übernehmen
Mit zunehmender Erfahrung werden Auszubildende schrittweise an eigenständige Aufgaben herangeführt. Unter fachlicher Anleitung führen sie erste Haarschnitte, Colorationen und Stylingdienstleistungen durch und lernen, Beratungsgespräche professionell zu führen. Dabei gilt es, die Wünsche der Kundschaft genau zu verstehen und die passende technische Umsetzung zu finden.
Die Kombination aus praktischem Training und Kundenberatung macht die Friseurausbildung besonders abwechslungsreich. Sie schafft die Grundlage für eine erfolgreiche Karriere im Salon und eröffnet zahlreiche Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Branche.
Warum der Friseurnachwuchs so wichtig ist
Für Marlene Lamont, Inhaberin von Urban Hair & Beauty, ist die Ausbildung junger Menschen eine Investition in die Zukunft des Friseurhandwerks. Sie setzt bewusst auf die Förderung von Auszubildenden und schätzt den frischen Blick sowie die neuen Ideen, die junge Menschen in den Salonalltag einbringen. Gleichzeitig profitieren die Nachwuchskräfte von der Erfahrung ihrer Ausbilder und entwickeln Schritt für Schritt ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen weiter.
„Es ist sehr bereichernd, Auszubildende zu fördern und ihre berufliche Entwicklung mitzugestalten, indem man ihnen praktische Erfahrungen vermittelt, sie fachlich schult und eigenes Branchenwissen weitergibt. Dabei habe ich gelernt, dass man in dieser Situation nicht nur selbst lehrt, sondern auch von den Auszubildenden lernt: Es ist ein gegenseitiger Austausch. Sie bringen frische Perspektiven ein, lehren einen Geduld und fordern die eigenen Fähigkeiten heraus, komplexe Anweisungen klar und verständlich zu formulieren“, erzählt Marlene Lamont.
Besonders wertvoll ist dabei die Gemeinschaft innerhalb der Ausbildung. Gemeinsames Lernen, gegenseitige Unterstützung und das Feiern kleiner Erfolge stärken das Selbstvertrauen und fördern die Motivation. So entsteht ein Umfeld, in dem sich junge Menschen optimal entwickeln können.
Karrierechancen nach der Friseurlehre
Die Friseurausbildung bildet die Basis für zahlreiche berufliche Perspektiven. Nach erfolgreichem Abschluss stehen Wege in den Bereichen Styling, Coloration, Salonmanagement, Weiterbildung oder Spezialisierung offen. Wer Leidenschaft für Haare, Trends und Menschen mitbringt, findet im Friseurberuf vielfältige Möglichkeiten, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln, auch über Landesgrenzen hinweg.

Marlene Lamont führt ihren Salon in einer ländlichen Gegend im Süden Schottlands. Ihre Ausführungen sind gleichermaßen auch für Deutschland gültig.
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