Elvis Kalac, Vice President Sales Deutschland von Planity und gelernter Friseur über die „German Angst“, Kaltakquise und Wachstum in Ostdeutschland.
Inhaltsübersicht
- Skepsis abgelegt
- Eine Plattform als Evolution
- Kunden Ü40 bringen den meisten Spaß
- Vertriebsweg Kaltakquise
- 10 Jahre Planity
Elvis Kalac spricht schnell, er spricht viel, denn er hat viel zu sagen und schon viel erlebt. Mit 37 Lebensjahren ist seine Vita bereits so prallgefüllt wie bei anderen ein ganzes Leben lang nicht: Nach dem Abitur entscheidet er sich gegen die Uni: „Und weil ich richtig rebellisch war, bin ich Friseur geworden“, sagt Elvis Kalac.
Schon als Jugendlicher findet er Gefallen am Beruf, schneidet den Fußball-Kumpels die Haare. Die Ausbildung verkürzt er – „dank eines sehr guten Berufschullehrers und vieler Übungsabende“ – auf ein Jahr und fünf Monate. Er macht ein Praktikum bei Shan Rahimkhan und sichert sich ein Stipendium von L’Oréal. Für die Düsseldorfer ist er als Trainer unterwegs: „Ich habe immer versucht, Dinge zu verstehen und sie im Alltag umzusetzen.“ Schnell wird klar, hier bildet nicht nur jemand aus, nebenbei verkauft er auch noch verdammt gut. Also wechselt Kalac in den Vertrieb, wird zum jüngsten Gebietsverkaufsleiter und zum ersten Salon Emotion-Developer. Nebenbei verkauft er bei QVC vor Millionenpublikum Glätteisen, in einer fünfstelligen Stückzahl – in nur fünfzehn Minuten; er beteiligt sich an mehreren Unternehmen, gründet eine japanische Klamottenmarke, lässt sich zum Hypnotiseur ausbilden, macht einen Ausflug in ein Online-Marketing-Unternehmen und landet schließlich zurück in der Friseurbranche bei der Marke Authentic Beauty Concept. Ein Macher, der sich immer wieder selbst antreibt.
Skepsis abgelegt
Auch Planity, ein Start-up, wird auf ihn aufmerksam. Mit der deutschen Angst, die er sich antrainiert habe, so Kalac, hatte er Skepsis vor einem Start-up aus Frankreich. Doch wenige Monate später hatten sie bereits 20 Mitarbeiter. Elvis Kalac legte seine Skepsis ab und sah es sich wirklich an. Heute versichert er sehr glaubhaft: „Seit vier Jahren ist das der Job meines Lebens! Noch nie hat mir etwas mehr Spaß gemacht als das.“
TOP HAIR: „Der Job Ihres Lebens“ – was genau bereitet Ihnen so viel Freude daran?
Elvis Kalac: Die Chancen, die sich hier verbergen. Die Idee einer Plattform habe ich vorher nie verstanden. Das habe ich erst durch Planity wirklich getan. Dabei sind wir schon alle auf Hotelbuchungs- oder Lieferdienstplattformen. Wir bewegen uns mit unserem Produkt in einem Markt, indem noch viel Potenzial vorhanden ist. Was für mich daran so emotional ist, ist dass wir den Alltag von Friseuren leichter machen, indem wir die Auslastung im Salon erhöhen. Das muss heute so geschehen, denn ich glaube fest daran, dass auch ein Hotel pleitegeht, wenn es heute nicht auf auf einer Hotelbuchungsplattform zu finden ist.
Es heißt immer, dass die Friseurbranche bei allem digitalen hinterherhinkt. Empfinden Sie das auch so?
Nein. Ich denke, es ist ein strukturelles Problem. Frankreich zum Beispiel, wo wir der Marktführer sind, ist zu 50 % digitalisiert ist.
Warum? Es ist ein Unterschied, ob du ein Land bist, das offen für Neues ist, oder ob Du ein Land bist, in dem der aufgebaute Wohlstand gehalten werden will. Auch das Thema Pioniergeist wird in Deutschland ganz anders behandelt als in anderen Ländern. Wenn jemand zum Beispiel in Montenegro eine neue Geschäftsidee hat, sind alle dankbar, denn Du könntest neue Arbeitsplätze schaffen. Wenn Du hier eine neue Idee hast, ist die Angst, Du könntest Arbeitsplätze kosten. In Deutschland sind Innovationen immer gefährlich, weil die Menschen hier einfach vorsichtig sind. Die viel beschriebene „German Angst“. Ich finde trotzdem, dass von allen Branchen, die Friseurbranche mit die Innovativste ist.
Fehlt es den deutschen Friseuren an Lockerheit?
Ich finde gar nicht, dass der Friseur lockerer werden muss. Ich finde, wir Anbieter dürfen uns alle mehr Mühe machen, sie abzuholen und zu educaten. Wir machen das mit Planity sehr erfolgreich und betreiben dafür einen sehr großen Aufwand.
Eine Plattform als Evolution
Planity ist seit 2022 auf dem deutschen Markt. Was unterscheidet Planity von anderen Anbietern?
Bei uns fallen keine Werbegebühren an und es wird keine Provision auf Termine erhoben. Wir haben eine Dreiteilung: Wir haben eine digitale Kasse, TSE-Geprüft selbstverständlich. Dann eine digitale Kasse plus einen digitalen Kalender und dann kommt, das höchste: eine Plattform. Das heißt, wir haben Kasse, Kasse plus Kalender, plus eine Plattform. Das ist eine Evolution!

Macht es das so viel besser?
Ja, absolut! Wenn ich einen Salon über eine Suchmachschine suche, wenn er dort überhaupt gelistet ist, komme ich auf die Homepage und lande beim Kontaktformular. Viele Salons, das weiß ich aus Erfahrung, schauen in das Kontaktformular nur sporadisch rein. Andere haben immerhin eine What’sApp-Nummer – die dürfen dann nach Feierabend noch die Termine checken und warten dann wohlmöglich vergeblich auf eine Rückantwort.
Sinn macht eine Plattform auch dann, wenn man irgendwo ist, wo man sich nicht auskennt. Ich kann mir auf der Plattform ansehen, passt die Dienstleistung des Salons, passt der Preis, gefällt mir der Salon? Als Friseurunternehmer entscheide ich mit meinem Preis, mit meinen Bildern und meinem Auftreten, welche Kunden ich anziehe. Das ist die Plattform-Evolution, die, wie schon gesagt, bereits erlernt ist durch zum Beispiel Lieferdienstplattformen. Der feine, aber gravierende Unterschied ist, dass wir keine Provision für Neukunden verlangen, die wir dem Beauty Partner über unsere Plattform bringen. Du hast einen fixen monatlichen Betrag und eine SMS kostet 9 Cent, das war es!
Kann ich den Eintrag meines Salons auf der Plattform selbst bearbeiten?
Ja. Preise, Dienstleistungen, Mitarbeiter – lässt sich alles jederzeit ändern. Beim Thema Bilder sind wir sehr pingelig. Bilder müssen freigegeben werden – zum einen, um Qualität zu gewährleisten, zum anderen aber auch, um illegale Bilder zu verhindern. Was bei uns auch besonders ist: Ich kann zum Beispiel „Calligraphy Cut“ oder „Ombre“ eingeben und kann dann hinterlegte Bilder und Videos einfügen
In Frankreich hat einfach jede
Elvis Kalac
Frau die Planity-App – das wird auch in Deutschland passieren.
Wann finden die meisten Buchungen auf der Plattform statt?
Die Zahlen variieren immer ein bisschen, aber 50 % aller Buchungen auf unserer Plattform finden außerhalb der Salonöffnungszeiten statt.

Wie groß ist das Potenzial auf dem deutschen Markt?
Ich schätze das Potenzial in Deutschland sehr hoch ein, übrigens höher als jegliche Marktanalysen, die aktuell den deutschen Beauty Markt beschreiben. Der deutsche Beauty Markt ist ein schlafender Riese, den wir wecken wollen. Wir haben in Frankreich einen digitalisierten Markt von 50 Prozent und sind bei 55.000 Endkunden, die uns nutzen. Ich glaube, Planity wird eines Tages in Deutschland die 100.000 Endverbraucher knacken. Bei den Friseuren werden wir locker irgendwann 70.000 Kunden haben.
Seit Mai wirbt Planity in großen Städten auch auf Plakatwänden. Wie wirbt Planity sonst?
Wir setzen auf eine 360°-Marketingstrategie. Unser Ziel ist es, an jedem Berührungspunkt mit Beauty-Profis präsent zu sein – sowohl online als auch persönlich vor Ort.
Natürlich investieren wir in digitale Werbung, aber wir nehmen auch an den wichtigsten Branchenveranstaltungen teil. Regelmäßig sind wir gemeinsam mit mehreren unserer Botschafter*innen auf diesen Events vertreten – darunter angesehene Experten der Branche wie Oday Habib oder Felix Hohleich. Sie spielen eine entscheidende Rolle, indem sie ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen mit Planity teilen.
Diese Kombination aus digitaler Sichtbarkeit, einer starken Präsenz auf Fachmessen und engen Beziehungen zu Branchenexperten ermöglicht es uns, die Bekanntheit der Marke Planity nachhaltig zu steigern und gleichzeitig in engem Austausch mit unseren Kund*innen zu bleiben.
Wie verteilen sich die Kunden nach Branchen?
Im Ranking auf jeden Fall die Nummer eins sind Friseure, danach Beauty, danach Barber und dann kommt der Rest: Nagel, Tattoo, Spa.
Kunden Ü40 bringen den meisten Spaß
Gibt es den klassischen Planity-Kunden?
Nein, es ist wirklich querbeet. Am meisten Spaß machen uns Kunden ab Ü40. Inhaber, die eigentlich gar keine Lust darauf haben und danach geht die Party richtig ab. Der Effekt von Papierkalender auf Planity umzustellen, ist natürlich auch viel spektakulärer, als wenn jemand vor uns schon mit einem anderen Online-Buchungssystem zusammengearbeitet hat. Plötzlich merkt man, dass man 75 % aller Termine retten kann, alleine durch eine SMS-Erinnerung. Oder ich kann meinem System sagen, gratuliere allen meinen Kunden zum Geburtstag. Kleinigkeiten, die ein System einfach machen kann.
Wie sieht es mit dem Datenexport im System aus?
Beim Thema Buchhaltung sind wir super stark. Ich habe viele Steuerberater, die anrufen und ihre Mandanten zu Planity bringen, weil es für die einfach einfacher ist. Mit nur einem Klick lassen sich alle relevanten Daten exportieren und direkt an den Steuerberater weitergeben.
Gibt es einen deutschen Support?
Ja. Unser Kundenservice-Team sitzt in Köln und unterstützt unsere Kundinnen und Kunden an sechs Tagen pro Woche in deutscher Sprache. Das Team ist sowohl telefonisch als auch per E-Mail erreichbar und gewährleistet damit einen schnellen und persönlichen Support vor Ort, wenn er benötigt wird. Das hohe Maß an Erreichbarkeit ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Engagements für Beauty-Salons.
Vertriebsweg Kaltakquise
Planity tritt recht massiv auf dem deutschen Markt auf und betreibt Kaltakquise. Wie viele Mitarbeiter sind im Einsatz?
Mit dem Innendienst sind es über 100 Vertriebler. Im Außendienst sind es um die 90 in verschiedenen Hierarchien. In Frankreich haben wir ein Team, das nur für das Upselling unserer eigenen Features zuständig ist.
Lohnt sich das? Andere fahren den Außendienst stark zurück.
Gerade durch immer mehr Künstliche Intelligenz ist Vertrieb ein Handwerk geworden. KI kann einem Anderen Dinge längst nicht so schmackhaft machen, wie ein Mensch – deswegen machen wir das. Wir bilden unsere Mitarbeiter*innen gut aus, wir fördern sie. Heute schließen sich uns jeden Monat zwischen 300 und 400 Friseure und Beauty-Profis als Partner an. Das ist schon viel, allerdings zum Vergleich: Was wir in einem Monat machen, macht Frankreich in einer Woche!
Mit entsprechend mehr Mitarbeitern?
Nein! Das sind genauso viele Mitarbeiter, aber die machen an Abschlüssen fast vier Mal so viele wie wir. Das zeigt, wo die Reise hingeht. Es gibt einen wichtigen Begriff: FOMO – Fear Of Missing Out. Der Begriff sagt aus, dass Du irgendwann Panik bekommst, wenn Du nicht dabei bist. Wenn alle auf der Lieferdienstplattform gelistet sind, aber Du bist mit Deiner Pizzeria nicht drauf – dann machst Du das! Und das passiert in Frankreich mit Planity, wir sind dort eine sehr starke Marke. Wir positionieren uns als Premiumbrand zu einem fairen Preis.
Das hat man auch auf der TOP HAIR in Düsseldorf gesehen: Wir schenken Champagner aus, sind schwarz angezogen, tragen alle Chanel Bleue – das ist übrigens der Lieblingsduft vom Opa einer der Gründer. Das ist die Planity-Welt, die wir transportieren wollen. Das gab es im Bereich Software meiner Meinung nach so bislang nicht. Sonst sind das einfach immer gerne Start-Ups, im Hoodie, Berlin-Style und mit Kicker-Tisch im Büro – das ist nicht Planity, wir sind anders.
Nochmals zurück zum Vertriebsweg: Die Kaltakquise kommt nicht überall gut an.
Bei Planity steht der Kunde immer an erster Stelle – und das ist weit mehr als nur ein Slogan. Wenn uns ein Saloninhaber mitteilt, dass er nicht kontaktiert werden möchte, respektieren wir das uneingeschränkt. Sobald sich ein Kunde an unser Customer-Care-Team wendet und darum bittet, nicht mehr kontaktiert zu werden, wird dies sofort erfasst und strikt eingehalten. Bei Bedarf rufe ich den betreffenden Kunden auch persönlich an. Erst letzte Woche habe ich beispielsweise mit einer 75-jährigen Saloninhaberin gesprochen, deren Erfahrung nicht unseren Standards entsprochen hatte. Wir hatten ein sehr gutes Gespräch und werden uns bald persönlich treffen. Sie besitzt sechs Salons, und ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam eine starke Beziehung aufbauen werden.
Diese konsequente Kundenorientierung habe ich bei L’Oréal gelernt, und genau das erwarte ich jeden Tag auch von meinen Teams bei Planity. Letztlich ist die Zahl der Saloninhaber, die wirklich nicht kontaktiert werden möchten, tatsächlich sehr gering.
Klar, ist immer auch eine Frage wie man auftritt.
Ja, und natürlich kann ich es nicht direkt kontrollieren. Ich war selbst im Vertrieb: Nirgendwo wird so viel gelogen wie im Vertrieb – bei den Erfolgen und beim Verhalten. Ich glaube immer erst einmal dem Kunden. Wenn wir negative Bewertungen im Internet bekommen, wird jede einzelne negative Bewertung mit einem Blumenstrauß und Schokolade angefahren. Heute bin ich z.B. in Stuttgart. Jeder Kunde, der in Stuttgart gekündigt hat, den fahre ich als Vice President an. Ich möchte verstehen, was wir besser hätten machen können, damit wir uns kontinuierlich verbessern können. Ich bin immer noch der Elvis aus dem Salon.
Wenn jemand nicht kontaktiert
Elvis Kalac
werden möchte, dann respektieren wir das uneingeschränkt!
Inwieweit wird Deutschland von Frankreich mitgesteuert?
Wir arbeiten eng mit unseren Teams in Frankreich zusammen und bewahren gleichzeitig ein hohes Maß an Eigenständigkeit auf dem deutschen Markt. Diese Kombination ist eine echte Stärke: Wir teilen Best Practices, tauschen regelmäßig Ideen und Erfahrungen aus und lernen kontinuierlich voneinander.
Hat Planity regionale Schwerpunkte?
Nein, aber wir haben regionale Anomalien.
Und die wären?
Deutschland ist kein einheitlicher Markt – vielmehr setzt es sich aus verschiedenen regionalen Märkten zusammen, die sich hinsichtlich der Digitalisierung unterschiedlich schnell entwickeln. Deshalb bauen wir unser Geschäft lokal, Region für Region, auf, anstatt einen pauschalen Ansatz für alle zu verfolgen.
Einige Regionen treiben die Digitalisierung schneller voran als andere. Ostdeutschland ist dafür ein gutes Beispiel: Dort haben Saloninhaber*innen den Mehrwert digitaler Tools früh erkannt. Infolgedessen wächst unser Geschäft in dieser Region etwa doppelt so schnell wie im Westen des Landes. Das verdeutlicht, wie wichtig es für uns ist, nah an den lokalen Märkten zu sein und uns an die jeweiligen regionalen Gegebenheiten anzupassen.
Wie rosig sind die Zukunftsaussichten? Wie groß ist die Investitionsbereitschaft?
Planity ist die Zukunft des Kaufverhaltens der Endverbraucher. Wir sind quasi das Spiegelbild der Endverbraucher. Eine Plattform würde sich nicht verkaufen, wenn Endverbraucher sie nicht wollen. Wenn jeden Monat 200.000 weitere Menschen dazu kommen ist es ja ein Indiz dafür, dass es funktioniert. Wenn Planity einem Friseur einen einzigen Neukunden im Monat holt oder rettet, dann ist die Investition schon null. Wenn dann durch Methoden wie PayPal oder Klarna-Ratenzahlungen in einer wirtschaftlichen schwierigen Phase dem Salon geholfen wird, eine Balayage zu verkaufen, obwohl die Kundin sich das eigentlich nicht leisten kann, dann ist das eine gute Investition! Wenn eine Neukundin Dienstleistungen bucht und den durchschnittlichen Warenwert erhöht, weil sie Zeit hat, abends zu stöbern, ist das eine gute Investition!
Wir sind die am schnellsten wachsende Plattform in ganz Europa – die Zukunftsaussichten sind gut!
Interview: Yvonne Rieken
Das ist Planity
Gegründet wurde Planity 2016 von drei Freunden in Frankreich. Einer von ihnen, Antoine Puymirat, ist dort derzeitige CEO des Unternehmens. Neben der Buchungsplattform bietet Planity eine All-in-One-Software für Beautydienstleister an. 2022 expandierte das Unternehmen nach Belgien und Deutschland. Das Unternehmen wächst schnell – auch dank Investoren – und gehört damit neben Booksy und Treatwell zu den großen Playern auf dem Buchungsplattformen-Markt. Inzwischen hat das Unternehmen rund 500 Mitarbeiter*innen, 150 davon in Deutschland und arbeitet mit Botschaftern aus der Friseurbranche zusammen wie etwa Cihan Bulut, Andreas Sebastian Ehrle, Oday Habib oder Lea-Davida Daum.
10 Jahre Planity
Zehn Jahre nach der Unternehmensgründung schreibt das französische Scale-up PLANITY schwarze Zahlen – das teilt das Unternehmen in einer Presseaussendung zum 10-jährigen Bestehen mit. Die Buchungsplattform, die in Frankreich, Deutschland und Belgien aktiv ist, gibt bekannt, dass das Unternehmen die Rentabilität erreicht und die Schwelle von 80 Millionen Euro beim jährlich wiederkehrenden Umsatz (Annual Recurring Revenue / ARR) überschritten hat.
Für die Zukunft werde man „massiv in künstliche Intelligenz investieren“, heißt es weiter. Außerdem biete die Plattform ab sofort auch Angebote für die Sparte Wellness an. Aktuell bereite man den Launch eines intelligenten Telefonassistenten vor, der künftig eingehende Anrufe eigenständig entgegennimmt, freie Terminslots vorschlägt, Standardfragen beantwortet und Buchungen direkt im Kalender des Betriebs einträgt.
Zahlen, Zahlen, Zahlen
Die Plattform wuchs nach Unternehmensangaben von 3.000 Partnerbetrieben im Jahr 2019 auf heute 60.000 an. Das erklärte Ziel: Bis Ende 2026 sollen es 70.000 Partnerbetriebe sein. Lag der Anteil der Partner außerhalb Frankreichs 2024 noch bei 7,5 %, soll diese Zahl in Deutschland und Belgien mit 10.000 Betrieben auf 15 % steigen.
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