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04.07.2019

Sunkissed: Warum hellt Sonne die Haare auf?

Wie kommt es, dass am Ende des Sommers die Haare heller sind? Erfahren Sie hier, wie die Sonne den Haaren schadet.

Warum bleicht die Sonne die Haare? Dies liegt an dem Pigment des Haares, dem Melanin. Das Haar enthält zwei Arten von Melanin, das große, schwarz-braune Eumelanin und das kleine, gelb-rote Phäomelanin. Deren Menge und das Mischungsverhältnis bestimmen die Haarfarbe. Die Pigmente haben die Fähigkeit Licht zu absorbieren (= aufzunehmen) und als Wärme abzugeben. Eumelanin kann mehr Licht absorbieren als Phäomelanin. Zu intensive Sonnenstrahlung kann jedoch von den Pigmenten nicht mehr absorbiert werden. Dies führt dazu, dass die Pigmente gespalten und zerstört werden, wodurch die Haarfarbe heller wird. Dies fällt meist erst ein bis zwei Monate nach dem Sommerurlaub auf, wenn der Ansatz nachwächst.

Eine starke Sonneneinstrahlung verändert zudem die Proteinstruktur des Haares negativ, d.h. es entsteht eine poröse Struktur, die sich durch eine raue Haaroberfläche äußert. Das Haar wird brüchig und verliert viel Feuchtigkeit. Diese Veränderung vollzieht sich in von Natur aus dunklerem Haar langsamer als in naturblondem Haar. Die Ursache hierfür liegt in der größeren Menge des Eumelanins.

Aber die Sonne wirkt sich auch positiv aus: Der Körper produziert Vitamin D 12, welches für alle Stoffwechselvorgänge im Körper benötigt wird. Somit auch für das Haarwachstum. Studien belegen, dass ein Vitamin-D 12-Mangel in Zusammenhang mit Haarausfall gebracht werden kann.

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Text:Evelyn Pruin, Sabine Schwamborn

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