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05.04.2019

Instagram – neue Jugendstudie veröffentlicht

„Insta ungeschminkt – Der Traum von Unverwundbarkeit“ lautet der Titel einer neuen Jugendstudie des Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. (IKW).

Was fasziniert die Jugendlichen so an Instagram, dass viele von ihnen geradezu süchtig danach sind? Welche psychologische Bedeutung hat die Plattform und welchen Einfluss nimmt Instagram auf die Entwicklung der jungen Menschen? Die Ergebnisse wurden jetzt in Hamburg und München vorgestellt.


74 Prozent der Jugendlichen gehen bis zu 20 Mal am Tag auf Instagram. Mehr als ein Drittel verbringt mehr als vier Stunden täglich auf dieser Plattform – einige sogar noch viel länger, auch während der Schulzeit. Was macht diese ungeheure Faszination aus? Die tiefenpsychologisch-repräsentative Studie „Insta ungeschminkt“, durchgeführt von rheingold salon hat ergeben: Instagram ist für viele Jugendliche ein Versuch, eine rundum kontrollierbare Traumwelt zu installieren, in der alles perfekt ist und sie selbst unangreifbar sind.

Kontrollverlust auf allen Ebenen

Jugendliche verspüren heute in vielen Bereichen ihres Lebens ein Gefühl der Unsicherheit und haben daher Strategien entwickelt, die dem gefühlten Kontrollverlust entgegenarbeiten. Ines Imdahl, Studienleiterin und Geschäftsführerin von rheingold salon: „Die intensive Nutzung von Instagram dient den Jugendlichen dazu, die Kontrolle in ihrem Leben zurückzugewinnen. Hier inszenieren sie sich eine heile Welt. Es ist eine Flucht vor dem Fiesen und Bösen der Realität. Auf Instagram ist alles sehr schön und harmonisch.“ Zwei Drittel der Jugendlichen geben an,  gerne auf Instagram zu sein, weil sie sich dadurch vom Alltag ablenken können. Mehr als 50 Prozent sagen, dass sie auf Instagram in eine schöne und heile Welt eintauchen können.

Haare und Make-up sind die wichtigsten Themen

Mehr als 60 Prozent der Mädchen sagen, dass sie sich auf Instagram besonders für Haarstyling und Make-up interessieren. Für 40 Prozent der Jungen ist das Haarstyling besonders wichtig. Sport oder Lifestyle sind weitere große Themen. Und obwohl sich die Jugendlichen bewusst sind, dass die gezeigten Bilder konstruiert und inszeniert sind, akzeptieren sie sie so, wie sie sind. Nur 14 Prozent erleben die Fotos als künstlich. Fast 30 Prozent nehmen sie vielmehr als „gut aufgebessert“ wahr. Dass Instagram auch unglücklich macht, da die Plattform ein ständiges Vergleichen mit anderen fördert, geben nur 12 Prozent zu.

Strategien gegen den Kontrollverlust

Mit Oberflächlichkeit der Jugend hat dies wenig zu tun. Den Jugendlichen ist vielmehr wichtig, die Kontrolle darüber zu behalten, wie sie selbst von anderen wahrgenommen werden. Birgit Huber, Bereichsleiterin Schönheitspflege beim IKW: „Das Gefühl der Unsicherheit wächst und die Jugendlichen haben ihre eigenen Wege, wie sie in unserer digitalen Welt damit umgehen. Die Kontrolle ihres äußeren Erscheinungsbildes mit Hilfe von Kosmetik ist hierbei ein entscheidender Faktor, der ihnen Sicherheit gibt.“
Im Rahmen der qualitativen Befragung wurden Gruppeninterviews mit insgesamt 24 jungen Frauen und Männern im Alter von 16 – 22 Jahren durchgeführt. Für die repräsentative quantitative Befragung wurden mehr als 1.000 junge Frauen und Männer im Alter von 14 – 21 Jahren befragt.

Quelle: © rheingold salon/IKW-Jugendstudie