Foto: Miklas Spohr

04.06.2019

Balayage oder Cold Brew Hair - was ist das eigentlich?

Magazine und Social Media sind voll von Modebegriffen für Haarfärbe-Techniken und Trendhaarfarben. Haben Sie da den Durchblick? Wir klären auf, was hinter den Hashtags wie face-framing, chocolate cake hair und colour grading steckt.

Glossing

Unter dem Begriff versteht man die Veredelung mit sauer eingestellten Tönungspräparaten. Aufgrund des pH-Wertes ist das Produkt besonders pflegend und schonend zugleich. Zusätzlich enthaltene Pflegestoffe sorgen unterstützend für einen schönen Schimmer und Glanz in Längen und Spitzen, der die Farbe sehr edel erscheinen lässt.

 

Babylights

Babylights sind eine Variation der Highlights. Zurückzuführen ist der Name auf die natürlich vorkommende Haarfarbe bei Kleinkindern. Diese haben im vorderen Konturenbereich häufig hellere Haarpartien. Demnach werden die feinen soften Babylights, die einen natürlichen Look erzeugen, oft im Konturenbereich eingesetzt. Sie lassen das Haar wie von der Sonne aufgehellt wirken. Dazu sollten die Highlights zwei Töne heller sein als die Ausgangsfarbe. Die Babylights können z. B. als gewebte Folie oder frei Hand mit dem Pinsel erarbeitet werden.

Balayage

Balayage ist eine Freihandtechnik: Der französische Begriff („balayer“) bedeutet auf Deutsch „kehren“. Hier wird mit einem Pinsel die Farbe frei Hand platziert. Durch die Technik entstehen helle Akzente, die vom Haaransatz zur Spitze hin etwas dunkler werden, sodass ein sehr natürliches Ergebnis entsteht und der herauswachsende Ansatz weicher ausfällt. Welche Strähnen und wie viele ausgewählt werden, ist auf den Kunden abzustimmen. Neu ist, dass die Technik auch mit Spezialfarben gemacht wird, die je nach Lichteinfall für einen pastelligen Reflex sorgen.

Flamboyage

Hierbei handelt es sich um eine Kombination von Balayage und Ombré. Bei der Balayage werden Highlights gesetzt, wohingegen es sich beim Ombré um einen fließenden Farbverlauf vom dunkleren Haaransatz zu den helleren Spitzen hin handelt. Bei der Flamboyage werden diese Effekte nun kombiniert, sodass ein dezenter und nicht zu auffälliger Look entsteht.

Foilayage / Foilage

Diese Technik ist eine Kombination der herkömmlichen Foliensträhnen und Balayage. Als Erstes werden mit der Freihandtechnik Balayage gezielt einzelne Strähnen in die Längen eingearbeitet, um so Highlights zu setzen. Im Anschluss werden mit den Foliensträhnen z. B. in den Haarspitzen besonders helle Bereiche geschaffen. So wird ein weicher, natürlicher Übergang von den dunkleren Ansätzen bis zu den sehr hellen Spitzen geschaffen.

Bronde

Diese Technik ist eine Weiterentwicklung der Balayage. Bronde setzt sich zusammen aus den Wörtern „brown“ (engl. Braun) und „blonde“ (engl. Blond). Hierbei werden unterschiedliche Farbnuancen aus dem Braun- und Blondbereich miteinander kombiniert. Je mehr Nuancen eingesetzt werden, desto individueller das Ergebnis. Der weich fließende Verlauf und das natürliche, weiche Farbspiel entstehen durch das freihändige Auftragen der Farbe mit dem Pinsel.

Highlights

Unter Highlights versteht man das Setzen hellerer Strähnchen, unabhängig von der gewählten Technik. Hier besteht die Möglichkeit, die Highlights entweder nur im Deckhaarbereich einzuarbeiten oder im gesamten Haar, je nach Frisur und Variation.

 

Lowlights

Lowlights sind die Gegenspieler zu Highlights. Hier handelt es sich um einzelne dunklere Strähnen, die für einen schattierenden Effekt und somit optisch für mehr Fülle im Haar sorgen. Besonders gut wirken diese in Verbindung mit den Highlights, um stärkere Kontraste, noch mehr Höhen und Tiefen zu schaffen.

 

Chocolate Cake-Hair

Dieser Trend aus Amerika beschreibt das Setzen von karamellfarbigen Highlights in einen bereits vorhandenen oder neu gefärbten Braunton. Das Ergebnis gleicht einem Schokokuchen.

Hairbronzing

Der Begriff ist bekannt vom Bronzing-Powder für die Haut, die dadurch glitzert und schillert. Für das Haar lässt sich das mit reflektierenden, warmen Farbtönen schaffen, die als sanfte Highlights gesetzt werden.

Cold Brew Hair

Bei diesem Trend werden auf dunkles Braun mit der Balayage-Technik hellere feine Strähnchen eingearbeitet. Zu beachten ist, dass die Highligts direkt mehrere Nuancen heller gewählt werden und so gut sichtbar sind.

 

Espresso-Lights

Darunter versteht man eine Variation der Highlights. Fein gewebte Strähnen bringen Highlights in braunes Haar, die maximal ein bis zwei Stufen heller gewählt werden. Durch die Farbunterschiede im Haar wirkt dies optisch voller.

 

Color Grading

Beim „Color Grading“ entstehen sanfte Farbverläufe, die mit mindestens drei Farbnuancen erstellt sind, unterschiedliche Helligkeitsstufen mitbringen und auf den Kunden individuell abgestimmt werden. Die Tonabstufungen fließen harmonisch ineinander, sodass bei braunen, blonden und auch roten Haaren ein natürliches Ergebnis entsteht.

Face-Framing

... bedeutet „das Gesicht umrahmen“. So lässt sich zum Beispiel mit blonden Strähnen im vorderen Gesichtskonturenbereich das Gesicht „umrahmen“. Dieser Trend ist nicht neu und aus den 90er-Jahren bereits bekannt.

Mellow

Es handelt sich um eine milde Tönung, die graue Haare kaschiert, jedoch nicht ganz abdeckt. Durch eine geringere Einwirkzeit scheinen die grauen Haare als Highlights durch, sodass ein sehr natürliches Ergebnis entsteht.

 

Contouring

Eigentlich kennt man diese Technik aus der dekorativen Kosmetik. Doch auch im Bereich der Haarfarbe kann man sich dieser optischen Wirkung bedienen. Durch einen sanften Farbverlauf von dunklerem zu hellerem Haar in den Konturen kann man ein Gesicht optisch schmaler wirken lassen und eine schönere Kontur verleihen.

 

Ombré

Der Effekt zeichnet sich durch einen starken Hell-Dunkel-Kontrast aus und bedeutet übersetzt „Schattenhaar“. Hierbei wird das erste Drittel der Länge am Ansatz dunkel gestaltet, die Längen werden nach unten immer heller gefärbt. Klassisch verläuft der Look von einem dunklen Braun über dunkle Blondtöne bis hin zu einem hellen Blond. Dabei liegen die Farbtiefen der Nuancen deutlicher auseinander. Die Technik funktioniert aber auch mit anderen Farben, z. B. von Grün nach Rosa.

 

Dip-Dye

Bei der Dip-Dye-Technik werden lediglich die Haarspitzen eingefärbt und dies ein einem möglichst starken Kontrast zur restlichen Haarfarbe. Die Spitzen sehen aus, als hätte man sie in einen Farbeimer getaucht.

 

Opal-Hair

Der Name ist auf den Edelstein zurückzuführen, der je nach Lichteinfall unterschiedlich aussieht. Hier werden mit bestimmten Färbe- oder Tönungs­produkten Perlmutt-Nuancen oder Pudertöne auf das Haar aufgebracht, die wie ein Filter wirken und je nach Lichteinfall die Haarfarbe ändern. Mal Blond, mal Pastellrosa, sämtliche Töne sind möglich. Am besten ist die Wirkung jedoch bei sehr hellblondem Haar.