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Welt-Thrombosetag 2016

Stehend Arbeiten geht in die Beine

Sitzen oder Stehen – Was ist gefährlicher für die Thrombose? Mit den Auswirkungen des langen Stehens in seinem Beruf beschäftigte sich der bekannte Friseur Jens Dagné aus Worms.

Mehr Bewegung mindert das Risiko für eine tiefe Beinvenenthrombose oder eine Lungenembolie::: Foto: Shutterstock

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Eine stehende berufliche Belastung, wie sie für das Friseurhandwerk typisch ist, geht laut internationalen Studien mit keinem erhöhten Risiko für thromboembolische Ereignisse einher. Das Risiko für eine Varikosis (Krampfaderleiden) wird durch das Arbeiten im Stehen jedoch mehr als verdoppelt (isr. Studie / Ebrahimi 2015).

Einer englischen Studie zufolge liegt der wichtigste Risikofaktor bei Friseuren im Alter von 45 Jahren oder jünger in der eigenen Familie. Bei Friseuren über 45 Jahre stehen die Auswirkungen der beruflichen Belastung im Vordergrund: Wer mehr als 260 Stunden pro Monat stehend arbeitet, hat ein 32-fach erhöhtes Risiko für eine Varikosis. Friseurinnen, die mehr als 30 Jahre stehend gearbeitet haben, ein 11-fach erhöhtes Risiko.

Jens Dagné empfiehlt seinen Friseurinnen vor allem, so oft es möglich ist, sich auf einen Rollhocker zu setzen, insofern kann sich dann der Beruf stehend und sitzend abspielen. Leider gibt es bis heute keine Therapie, das Krampfaderleiden effektiv zu vermeiden. Dem Risikofaktor Bewegungsmangel kann jedoch durch regelmäßigen Sport entgegengewirkt werden. 

Vielleicht öfter mal dran denken - am 13. Oktober ist Welt-Thrombosetag!