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Expertentipps

Sonnenschutz für die Haare

Pia Katzenberg, Qualitätsmanagerin System Professional (Wella), erklärt, warum Haare im Sommer besonderen Schutz und Pflege benötigen.

Foto: Wella

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1. Bei Sonnenpflege denken die meisten an ihre Haut. Warum hat auch das Haar speziellen Schutz und Pflege während der warmen Jahreszeit nötig?
Meistens übersehen wir unser Haar, weil die schädlichen Einflüsse nicht sofort bemerkbar sind – die Haut wird rot und schmerzt wenn wir einen Sonnenbrand haben, während unser Haar ‚schweigend leidet’.
Intensive Sonneneinstrahlung greift die Struktur des Haares an und schwächt sie, was hauptsächlich zwei Effekte nach sich zieht:

  • Zum einen reagieren die UV-Strahlen der Sonne mit den Melanin Pigmenten im Inneren des Haares. Die Pigmente absorbieren die Strahlen und werden bei diesem Vorgang selbst abgebaut, was sich durch eine Aufhellung der Farbe bemerkbar macht. Interessanterweise reagieren die Pigmente hier als eine Art natürlicher Sonnenfilter. Deshalb ist dunkles Haar (mit höheren Pigmentanteilen) besser vor Sonnenschädigung geschützt als blondes Haar.
  • Zum anderen führt der Einfluss von UV-Strahlen zu einer Schwächung der Proteinstruktur, was sich zunächst durch eine rauere und porösere Haaroberfläche bemerkbar macht, über längere Zeit aber das gesamte Haar brüchiger machen kann. Haar, das porös ist, verliert seine natürliche Feuchtigkeitsbalance und trocknet schneller aus. Das ‚strohige’ Gefühl nach dem Sommerurlaub ist also eine Kombination aus aufgerauter Oberfläche und Trockenheit, da trockenes Haar seine natürliche Elastizität und Spannkraft verliert.

2. Wann ist der richtige Zeitpunkt eine Sonnenpflege und einen Sonnenschutz anzuwenden? Gibt es dabei etwas zu beachten?
Streng genommen, ist ein Sonnenschutz das ganze Jahr über nötig, um Schäden durch UV-Strahlung zu vermeiden - auch wenn die Sonne nicht immer sichtbar ist, hat sie immer eine Wirkung auf Haar und Haut.
Ganz wie in der Hautpflege sollten wir unser Haar während und nach dem Sonnenbaden richtig behandeln.
Bevor wir in die Sonne gehen, ist es wichtig, das Haar mit schützenden Wirkstoffen wie Lipiden und UV-Filtern zu versorgen - sie umhüllen das Haar mit einem feinem Schutzfilm, der die Penetration der UV-Strahlen in das Haar minimiert. Nach ausgiebigem Schwimmen im Meer, See oder Pool sollte der UV-Schutz direkt noch einmal aufgefrischt werden, beziehungsweise alle 2-3 Stunden je nach Sonneneinstrahlung erneuert werden.
Nach der Sonneneinwirkung liegt das Augenmerk darauf, dem Haar Feuchtigkeit zurückzugeben, etwaige Schäden zu reparieren und die Struktur von innen heraus zu stärken.

3. Besonders bei feinem Haar entsteht meist ein breiterer Scheitel. Was ist der optimale Schutz für die Kopfhaut?
Hier empfiehlt sich immer die Verwendung eines UV-Sprays.
Bei extremer Sonneneinstrahlung ist eine Kopfbedeckung wie ein Hut oder ein Tuch die sicherste Variante.
Die Haare können zu einem trendigen Zopf oder Knoten gebunden werden, ohne einen Scheitel entstehen zu lassen. So ist das Haar, aber auch die Kopfhaut geschützt.

4. Haarfarbe im Sommer: Natur oder gefärbt - wie kann man die Farbe schützen?
Sowohl gefärbtes als auch naturbelassenes Haar ist von der Sonne betroffen. UV-Strahlen reagieren nämlich mit den natürlichen Melanin Pigmenten aber auch mit den künstlichen Farbstoffen, die bei einer Coloration im Haar deponiert werden. Ein ähnlicher Effekt wie man ihn bei verblassenden Textilien hat, die der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.
Zur Farberhaltung empfiehlt sich die Verwendung eines Color Shampoos, Sun UV-Sprays und After Sun Conditioners. Diese Kombination hat eine pflegende und schützende Wirkung und es bewahrt die Haare vor dem Ausbleichen.

(Quelle: Wella)