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Salonporträt

Salon Bern - die Extension-Profis

Im Salon Bern in Krefeld weiß man, wie man dünnem Haaren zu Volumen und Fülle verhilft. 80 Prozent der Kunden tragen Haarverlängerungen oder Haarverdichtungen.

Hier sitzt jeder Handgriff - 80 Prozent der Kundinnen tragen Extensions >< Foto: Jan Kobel

Die Webseite ist das wichtigste Marketinginstrument des Salons >< Foto: Jan Kobel

Sabine Bern (r.) mit ihrem Experten-Team >< Foto: Jan Kobel

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Dass der Salon Bern in Krefeld heute ein führender Extensions-Salon ist, ist einer Zufalls­begegnung zu verdanken: Um die Jahrtausendwende traf die Friseur-Unternehmerin Sabine Bern auf einer Party eine alte Freundin. Sie kannte sie seit Jahren und wusste auch um ihren größten Kummer: ihre dünnen, flusigen Haare. Aber was sie an jenem Tag zu sehen bekam, versetzte sie in blasses Erstaunen: volle Pracht, tolles Haar, wunderschönes Volumen. Extensions seien das, erklärte die Freundin strahlend, sie sei so glücklich!
Sofort war die Friseurmeisterin Feuer und Flamme. Etliche ihrer Kundinnen fielen ihr spontan ein, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatten, und denen sie nun womöglich Hilfe anbieten konnte. Damals war das Angebot neu, Sabine Bern aber ahnte die Chancen, setzte­ sich mit einem Anbieter der ersten Stunde in Verbindung. Sie ließ sich schulen und legte darüber hinaus eine Prüfung vor der HWK Düsseldorf ab. Seither ist sie staatlich anerkannte „Stylistin für Haarverlängerung und -verdichtung“.

Durchbruch dank TV-Beitrag

Exzellentes Können, Dienstleistungen auf allerhöchstem Niveau – darauf hatte sie von dem Tag an Wert gelegt, als sie 1992 zusammen mit ihrem Mann den Salon übernommen hatte. Für die Arbeit mit Extensions, das war ihr sofort klar, war maximale Kompetenz ein Muss. ­Sabine Bern: „Es ist eine Arbeit, die hohe Konzentration verlangt und keine Fehler erlaubt. Man muss immer, bei jedem Kunden, von Anfang bis Ende exakt arbeiten.“
Seit 2001 also gehören Haarverlängerungen und -verdichtungen zu den Angeboten im Salon Bern. Die Unternehmerin war eine der ersten, die im Großraum Düsseldorf diese Dienstleistung angeboten hat. Eine Marktlücke damals, sagt sie. Die Zahl der Kunden wuchs, vielfach auf Empfehlung. Den Wendepunkt markiert ein Film des WDR, der hier den Weg des Haars von seinen Ursprüngen in Indien bis in den Salon Bern nachzeichnete: Von da an boomte die Nachfrage. Jetzt war der Salon bekannt für ­Expertise und Erfahrung. An diesem Ruf arbeitet Sabine Bern unermüdlich.
So wie sie sich stets auf dem Laufenden hält, erwartet und fördert sie Weiterbildungsbestrebungen ihrer Mitarbeiterinnen. Neben zwei Servicekräften sowie einem Azubi beschäftigt sie fünf Expertinnen, die alle durch den Extensions-Anbieter geschult worden sind. Jede von ihnen kann beraten; jede hat die Kompetenz, professionell und exakt zu arbeiten; jede hat das Vertrauen der Chefin, ihren hohen Qualitätsansprüchen zu entsprechen.
Können bedeutet im Salon Bern aber auch, eine Haarverlängerung auch mal nicht auszuführen. „Zunächst müssen wir erfahren, was die Kundin will. Und wenn Wunsch und Möglichkeit im Widerspruch stehen, müssen wir das sagen. Kompetenz ist auch die Fähigkeit, mal Nein zu sagen und dieses Nein zu begründen“, so Sabine Bern.
Seit etwa 2010 beobachtet sie, dass der Markt schier überrollt wird von immer neuen Extensions-Anbietern. Immer mehr Salons bieten die Dienstleistung an. „Aber“, so sagt sie, „wer nur schnelles Geld machen will, ist auch schnell wieder weg.“ Diese Mitbewerber machen ihr keine Angst. Sabine Bern kennt den Markt, sie weiß, dass viele Frauen lieber auf den Urlaub verzichten als auf ihre Haarverdichtung. „Unsere Art zu arbeiten, ist unsere Chance, uns zu unterscheiden und von anderen abzuheben“, ist sie überzeugt. 

Kunden informieren sich im Netz

Viel hat sich im Laufe der Jahre geändert, so die Beobachtung der Unternehmerin. Kamen die Kunden früher, um sich unverbindlich informieren zu lassen, so hat sie es heute mit Frauen zu tun, die sich bereits festgelegt haben: „Sie kommen, weil sie eine Verdichtung oder eine Verlängerung wollen.“ Die Entscheidung ist längst gefallen. Das Beratungsgespräch dreht sich allenfalls noch um Details, um Sympathie und Antipathie, um das Procedere. Informiert haben sie sich zuvor im Internet. Dort haben sie den Salon ihres Vertrauens gesucht – und sind auf den Salon Bern gestoßen. Deshalb – und weil ihre Tochter der kreative Kopf dahinter ist – ist Sabine Bern stolz auf ihre Homepage, die für sie das entscheidende Marketinginstrument ist. Die Seite vermittelt Kompetenz und Seriosität. „Und zeigt, dass wir mit Herzblut bei der Sache sind“, so die Unternehmerin. „Man braucht Begeisterung, um gut zu arbeiten. Der Kunde merkt das!“ Und kommt oft genug spontan vorbei. Denn für ein Beratungsgespräch muss man im Salon Bern keinen Termin vereinbaren, wenn es die Auslastung erlaubt. Nicht selten kann die Verlängerung oder Verdichtung gleich im Anschluss ausgeführt werden. „Wir haben ein sehr großes Lager.“
Rund 80 Prozent ihrer Kundinnen sind Extensions-Kundinnen, vier von fünf! Ein immenser Anteil, auf den die Unternehmerin stolz ist. Mal kommen sie zum Herauslösen der Strähnen und um sich neue einarbeiten zu lassen, mal für Schnitt und Farbe. Doch bleibt der Salon während der gesamten Tragezeit als Partner an der Seite der Kundinnen: So gehört der kostenlose Reinigungsschnitt alle vier Wochen selbstverständlich zum Service. Gut und gründlich bereiten die Mitarbeiter die Kundinnen auch auf deren Hausaufgaben vor: dass sie ihr Haar zweimal täglich bürsten sollten, unbedingt silikonfreie Shampoos verwenden müssen und langes Haar nachts zusammenbinden sollten. Die meisten Kunden halten sich gern daran – das ist ihnen ihr Traumvolumen, ihre Traumlänge wert.

Text: Kordula Küper