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Hercules-Sägemann

Rettung für Kämme

Die Produktion von Kämmen der Traditionsmarke Hercules Sägemann geht weiter. Diese positive Nachricht teilte Bernd Menzel, Vorstand der New-York Hamburger Gummi-Waaren AG (NYH) in einer Pressemitteilung mit. Nachdem im Sommer das endgültige Aus und die Einstellung der Produktion besiegelt schien (TH berichtete), konnte nun innerhalb kurzer Zeit über ein umfangreiches Maßnahmenpaket die Traditionsfirma mit insgesamt ca. vier Millionen Euro ausgestattet werden. In Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen und der Stadt Lüneburg hätten schließlich Privatinvestoren den Löwenanteil aufgebracht, so Menzel. Damit könne nun der Umzug des Unternehmens in eine der modernsten Produktionsstätten nach Lüneburg zu Ende gebracht werden.
Für die Kamm-Produktion wurden modernste Maschinen gekauft. „In Kombination von klassischer Handarbeit und modernster Technologie wird es auch in Zukunft den begehrten Kamm aus Naturkautschuk Made in Germany geben“, so Menzel. Außerdem wurde das Sortiment um Bürsten und Profi-Scheren erweitert. 
Auch im Personalbereich gibt es Veränderungen. Zwei Jahre nach seinem Ausscheiden, wurde Wolf Wetteborn als Berater im Bereich Produktentwicklung ins Unternehmen zurückgeholt. Von seiner über 40-jährigen erfahrung könne man nur profitieren. Nicht mehr im Unternehmen ist Heiko Delventhal. Die Zahl der Mitarbeiter bei NYH liegt aktuell bei 180. 
„Unzählige Gespräche mit Friseuren, Großhändlern und Kunden im In- und Ausland haben uns motiviert“, sagte Bernd Menzel, dem es in den letzten Monaten in einem Kraftakt gelang, finanzielle Mittel aufzutreiben und die Belegschaft zu motivieren. „Wir werden dem Friseur weiterhin den besten Kamm der Welt liefern.“ Um langfristig den eingeschlagenen Weg sichern zu können, werde es in Zukunft eine konsequente Preis- und Produktpolitik geben.