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L’Oréal Professionelle Produkte

Neue private Beauty School

Karolin Kiehn, Schul-Projektmanagerin und Kerstin Lehmann, Leiterin Professional Development, präsentieren das neue Schulangebot. ::: Foto: L`Oréal Professionelle Produkte

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Ein Powertrainingscamp für die beauty-affine "Z-Generation" soll die neue private Beauty School werden, so Christophe Schmutz, Geschäftsführer L’Oréal  Professionelle Produkte zum neuen Ausbildungsweg, der in Düsseldorf  vorgestellt wurde. Die einjährige Ausbildung zum L’Oréal Master of Beauty startet am 17. Oktober 2016, ist laut Schmutz staatlich anerkannt und BAföG-förderfähig.

Zentralverband nimmt kritisch Stellung

Für Kerstin Lehmann, Leiterin Professional Development & Strategic Projects, ist das ein neuer „bahnbrechender Meilenstein“ der Ausbildungsoffensive My Beauty Career und soll dem dualen Ausbildungsweg keine Konkurrenz machen: „Wir wollen  nicht gegen die Handwerksordnung agieren, sondern dem Markt eine Alternative vorschlagen“, betonten Schmutz und Lehmann gleichermaßen. Das sehen die Verantwortlichen des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks anders und reagieren mit Skepsis. Auf Nachfrage von TOP HAIR erklärte ZV-Hauptgeschäftsführer Jörg Müller, dass genau dieser Aspekt der staatlichen Anerkennung noch zu prüfen sei. In einer ersten offiziellen Stellungnahme bedauert Müller, dass L`Oréal den gemeinsamen Weg in der Partnerschaft mit dem Friseurhandwerk verlassen wolle. Das Handwerk und seine Unternehmer hätten bisher die Ausbildung in Eigenverantwortung organisiert. Und das war gut so, so Müller. Der ZV werde den Dialog mit L`Oréal Deutschland suchen, bis dahin jedoch die Zusammenarbeit beim Gemeinschaftsprojekt My Beauty Career ruhen lassen, heißt es weiter.

Das neue Schulangebot soll sich an Interessenten richten, die einen Beautyberuf erlernen wollen und eine schnelle Ausbildung mit höherem Einstiegsgehalt vorziehen. Mit der Olaf Köhler Akademie in Lüneburg als Träger und drei weiteren L'Oréal-Partnerschulen - mod's hair, Düsseldorf, D. Machts Group, Berlin, und Keller the School, Stuttgart – stehen erfahrene Friseurexperten zur Verfügung.   Erstmalig sei es gelungen, in enger Zusammenarbeit mit den Landesschulbehörden NRW und Niedersachsen, eine private Ausbildung zu entwickeln, deren Abschluss staatlich anerkannt ist und Förderanspruch hat (BAföG oder KfW-Darlehen), so Lehmann. Die Unterrichtseinheiten und -materialien finden nur über iPad und digitale Programme statt. Zusätzlich verspricht sie in zwölf Monaten umfassende Kenntnisse über den gesamten Beautybereich und einen schnellen, gewinnbringenden Einstieg ins Berufsleben.

Schneller Berufseinstieg

Ein „Student“ der Privatschule kann nach erfolgter Abschlussprüfung mit einem Gesellengehalt rechnen. Kosten belaufen sich inkl. Zwischen- und Abschlussprüfung und Abschlusszertifikat auf 9.500 Euro (plus einmalige Prüfungsgebühr von 700 Euro). Das Schuljahr ist in  drei Blöcke eingeteilt ist: Block 1: Grundlagen, Theorie & Fachkunde (8 Monate Vollzeitunterricht), Block 2: Fachpraxis (3 Monate Praktikum im Partnersalon), Block 3: Prüfungsvorbereitung (1 Monat Vollzeitunterricht). Nach erfolgreicher Zwischenprüfung am regionalen Ausbildungsstandort und Erwerb erster betrieblicher Praxis im Partnersalon wird die Abschlussprüfung in der L'Oréal Académie in Düsseldorf abgenommen. L’Oréal verspricht eine Anstellung in einem Partnersalon. Der Absolvent kann sich aber auch überall anders bewerben. Nach drei Jahren Berufserfahrung kann er die Meisterprüfung abzulegen.

Interessenten können sich ab Mitte April online unter www.loreal-beauty-school.de bewerben. Pro Partnerschule gibt es im ersten Jahr 15 freie Plätze. 2017 soll eine deutschlandweite Abdeckung durch weitere Standorte erreicht werden. Bewerben können sich Schulabsolventen mit mindestens zehn Jahren Schulausbildung (bundeslandabhängig). Nachwuchskonzepte hat L’Oréal Professionnel auch in der Vergangenheit initiiert. Die Projekte Lumea und Luca an der Privatschule WHU-Otto Beisheim School of Management wurden bereits 2012 eingestellt.  (et/sf)