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Mark Hayes

Was inspiriert Mark Hayes, den International Creative Director von Sassoon? Wir haben ihn gefragt und uns nach Japan und Island, in die Tate Modern und in die New Yorker Jazz Cafés der 1950er entführen lassen.

Mark Hayes ist International Creative Director bei Sassoon >< Foto: Sassoon

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In den 1970ern kam Mark Hayes zu Sassoon. 2005 trat er in die Fußstapfen von Tim Hartley, prägt seitdem als International Creative Director die Marke Sassoon maßgeblich und ist für die Frisuren-Kollektionen verantwortlich. Uns verrät der international gefragte Friseur, was ihn zurzeit beeinflusst und bewegt.  

Architektur: Brutalismus

Mark Hayes: "Im Moment ist es der Brutalismus. Ich finde das Ausmaß und die Materialien sehr inspirierend. Besonders die Unité d’habitation von Le Corbusier und das Konzept der Ville Radieuse, ebenfalls von ihm. Ich bewundere außerdem die Arbeit des brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer. Einige seiner Gebäude wirken überirdisch."  

Reiseziel: Island

Mark Hayes: "Meine Arbeit bei Sassoon führt mich an viele unterschiedliche Orte, und jeder hat einen eigenen, individuellen Charme. Aber an dem Ort der mich tatsächlich am meisten inspiriert, war ich noch nie: Island mit seiner wilden Landschaft, seinen interessanten Menschen und seiner außergewöhnlichen Regionalküche möchte ich unbedingt einmal besuchen."  

Stadt: Kyoto

Mark Hayes: "Der Mix aus alt und modern ist so spannend. Kyoto scheint immer einen stabilisierenden, beruhigenden Effekt auf mich zu haben. In den frühen 1980ern bin ich zum ersten Mal nach Japan gereist und war gleich völlig angetan. Seitdem hatte ich das große Glück, jedes Jahr dorthin zu reisen und habe eine große Liebe zur japanischen Kultur und seinen Menschen entwickelt."  

Kunst: Tate Modern

Mark Hayes: "Eine Art meine Batterien aufzuladen und mir Zeit zum Nachdenken zu verschaffen, ist der Besuch von Kunstgalerien und Museen. Nicht ausschließlich wegen der Ausstellungen, sondern manchmal einfach wegen des Friedens und der Ruhe, die dort herrschen – das Gegenmittel für mein Arbeitsleben. Die Tate Modern in London ist mein Favorit."

Design: Bauhaus

Mark Hayes: "Mein persönlicher Geschmack lehnt sich an eine Ästhetik an, die eng mit dem Bauhaus-Konzept „form follows function“ verknüpft ist. Die Schönheit von Alltagsgegenständen, die zuallererst für ihren Zweck designt wurden, bereitet mir Vergnügen. Ich bewundere außerdem das Konzept des Wabi-Sabi, eine japanische Philosophie, die Schönheit in Unvollkommenheit und Unbeständigkeit entdeckt."  

Essen: Sashimi

Mark Hayes: "Ich weiß fast jede Küche zu schätzen. Seit kurzem habe ich die des Mittleren Ostens mit seinen Myriaden von Texturen und Gewürzen für mich entdeckt. Trotzdem bleibt die asiatische Küche, besonders Sashimi aus Japan mein Lieblingsessen. Mein Lieblingsrestaurant ist das Lost Heaven in Shanghai, das myanmarische Speisen zubereitet."  

Fashion: Yohji Yamamoto

Mark Hayes: "Mein All-time-favourite Designer ist Yohji Yamamoto, seine Design-Philosophie, sein Gebrauch von Farben und Proportionen ist so unglaublich detailliert. Auch die Arbeit von Cristobal Balenciaga finde ich anziehend, vor allem wegen seines breiten Einsatzes von Gestalt und Form. Aus ganz anderen Gründen begeistere ich mich für Alessandro Michele, seine Exzentrik scheint momentan genau richtig zu sein."  

Film: Wong Kar Wai

Mark Hayes: "Momentan die Filme von Wong Kar Wai, vor allem „In The Mood For Love“ und „2046“ – beide optisch opulent mit einem unglaublichen Einsatz von Farben und Licht. Teile unserer aktuellen Academy Collection basieren auf Wong Kar Wais Arbeit an diesen beiden inspirierenden Filmen. Mit Spannung warte ich aber auch auf den Start des zweiten Blade Runner Films."  

Künstler: Egon Schiele

Mark Hayes: "Wow das ist so schwer zu beantworten! Obwohl, zurzeit fühle ich mich durch die Arbeit von Egon Schiele inspiriert. Die Farben, vor allem in seinen Porträts sind umwerfend."

Musik: David Bowie

Mark Hayes: "Wieder eine schwere Frage, da ich Musik in ihren nahezu unendlichen Facetten liebe. Ich glaube allerdings, dass es mir wie vielen Leuten meines Alters geht, wenn ich sage, dass David Bowie den Soundtrack zu meinem Leben geschrieben hat."  

Ära: Gegenwart

Mark Hayes: "Ich bin glücklich mit der Ära, in der ich lebe. Dennoch wäre ich gerne alt genug gewesen, um mit dem ursprünglichen Sassoon Team im London der 1960er gearbeitet zu haben. Auch hätte ich mich gerne unter die Surrealisten im Paris der 1920er Jahre gemischt. Und die New Yorker Jazz Cafés der 50er wären inspirierend gewesen. Vermutlich wäre eine Zeitmaschine das beste Mittel sich zurück und vor zu wagen!"  

Farben: Schwarz, Weiß & Rot

Mark Hayes: "Sowohl einzeln als auch miteinander kombiniert finde ich sie sehr verführerisch."  

Website: TED.com

Mark Hayes: "Es ist eine inspirierende Website, weil sie Beispiele innovativen Denkens und faszinierende Vorträge vorstellt. Ich interessiere mich immer für neue Technologien."  

Magazine: I.D & The Face

Mark Hayes: "In den 80ern waren es definitiv I.D und The Face. Sie repräsentierten die neue Welle des Denkens, mit der ich mich am meisten identifizierte. Heute gibt es so viele Magazine, als schienen sie die Vorhersage, das Internet sei der Tod der Printmedien, zu verhöhnen."  

Getränke

Mark Hayes: "Alles mit Freunden!"