News

Industrieverband zieht Bilanz

Make-up und Shampoos Umsatzbringer

Ein gepflegtes Äußeres und ein sauberes Zuhause stehen bei deutschen Verbrauchern hoch im Kurs. Dekorative Kosmetik und Reinigungsmittel boomen.

Haarpflegemittel, und hier die Shampoos, tragen laut IKW immer noch zum hohen Umsatz in der Schönheitspflege bei. ::: Foto: Shutterstock

Mehr Business-News? Newsletter anmelden!

Pro Kopf wurden in 2016 215 Euro für Schönheit- und Haushaltspflegeprodukte ausgegeben, 1,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel  e.V. (IKW) auf seiner Wirtschaftspressekonferenz in Frankfurt mitteilte.  

Die Produkte würden in unserer (schnelllebigen Zeit) den Wunsch des Verbrauchers nach Cocooning, Selfness und Well-Being befriedigen, so der Tenor. Mit sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit könnten die Hersteller punkten.

Viele Shampoos verkauft

Für Kosmetika wurden insgesamt 13,6 Milliarden Euro ausgegeben. Jeweils rund drei Milliarden Euro tragen nachwievor Shampoos, Colorationen (insgesamt etwas weniger) sowie Haut- und Gesichtspflege zum Gesamtumsatz bei.  Stärkste Wachstumsgruppe ist die dekorative Kosmetik (+6,5 %), vor allem Mascara, Lippenstift und Nagellack wurden gekauft. Deos, Herrendüfte und Duschgel sind ebenfalls gefragt. Für 2017 prognostizieren die Experten weiteres Wachstum.

Preiskampf im Farbmarkt

Heftige Preiskämpfe gibt es seit 2015 im Markt der Haarcolorationen und Stylingprodukte. Die Preise blieben niedrig, das Angebot vielfältig. Es bleibe ein schwieriger Markt, so der IKW. Langfristig könne dies auch Auswirkungen auf das Farbgeschäft beim Friseur haben, wenn Kundinnen sich für die preisgünstige Variante aus dem Drogeriemarkt entscheiden.

Männerprodukte stagnieren

Erstaunlich: Die verstärkte Fokussierung des Friseurmarktes auf die Männerkunden, schlägt sich im Handel weniger nieder. Rasierschaum und Aftershaves sind rückläufig. Vermutlich, weil wieder  mehr Bart getragen wird. Aber auch spezielle For-Men-Produkte lösten keine Absatzflut aus, so die Wirtschaftsexperten. Es habe sich vielmehr gezeigt, dass zum Beispiel viele Männer den Duft von Männerprodukten als „zu männlich“ einstufen.  Es muss also überlegt werden, wie der Mann als Kunde künftig im Produktverkauf angesprochen werden soll.