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Männer enttäuschen – Natur und online legen zu

Die Hoffnungen, die seit einigen Jahren auf dem neuen Umsatzbringer Mann ruhen, scheinen sich für die Kosmetikindustrie nicht zu erfüllen. Der Industrieverband Körperpflege zieht Bilanz.

Schönheitspflege boomt auch 2017 >< Grafik: ©IKW

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Mit einem Umsatz-Minus von 5,3 % im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte das Segment der Pre- und Aftershaves 2017 deutlich. Betrachtet man die Rasierpflege (ohne Klingen) allein, liegt das Minus sogar bei 7,1 %. IKW-Geschäftsführer Thomas Keiser führte das im Rahmen des alljährlichen Rückblicks auf den anhaltenden Bart-Trend zurück. Auch sonst scheinen sich die Hoffnungen, die seit einigen Jahren auf dem neuen Umsatzbringer Mann ruhen, nicht zu erfüllen: Der Umsatz mit Männershampoos ging um 5,4 % zurück, beim Haarstyling waren es sogar 7,5 %, bei der Gesichtspflege -5,5% und bei den Colorationen -12,9%. Selbst das ordentliche Plus in der Körperpflege (+16,4) und ein leichtes bei Deos und Duschbäder gleichen den allgemein negativen Trend nicht aus.

Naturkosmetik boomt

Insgesamt ist der Markt an Körperpflegemitteln 2017 leicht um 0,5 Prozent gestiegen (13,6 Milliarden Euro). Rund 147 Euro gibt ein Käufer im Schnitt pro Jahr dafür aus und damit 5,5 Euro weniger als im Jahr zuvor (Sept.-Sept.). Das heißt jedoch nicht unbedingt, dass weniger Artikel gekauft werden, sondern dass vor allem die Preise sinken. Der Umsatz mit Haarpflege ging um 1,5 % zurück.
Wesentlicher Wachstumstreiber im Markt sind Naturkosmetik (+6 %) und das Internetgeschäft: Zwar ist das Umsatzvolumen online insgesamt noch gering (ca. 1 % Marktanteil), dennoch wächst das Segment durchgehend zweistellig. Interessantes Bespiel: Shampoo: -0,8% im stationären Handel, +40% im E-Commerce.

Wichtig zu wissen: Umsätze, die mit professioneller Kosmetik und in Friseursalons generiert werden, weißt der Report nicht separat aus.