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Köln

Erwin Michaelis verstorben

Erwin Michaelis. Foto: Archiv

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Die Friseurbranche verliert einen "Wegbereiter des modernen Handwerks". Mit 82 Jahren ist Erwin Michaelis verstorben. Der Name Michaelis steht für kreative Spitzenleistung und handwerkliche Tradition. Den Grundstein legte der Vater bereits in den 50er-Jahren mit einem kleinen Salon in Köln. 1948 begann auch der Sohn Erwin eine Friseurlehre. Der Weg war vorgezeichnet, aber Michaelis sagte schon damals: „Ein normaler Friseur wollte ich nie werden.“

Als Fachtrainer für Schwarzkopf Professional lernte er schnell, sich vor Publikum zu präsentieren. Fortan waren die deutschen Bühnen sein Zuhause, kurze Zeit später auch die internationalen. Den ersten Salon eröffnete er 1955 in Köln. 1957 wurde Michaelis in den Kreis der Intercoiffure aufgenommen. Mitte der 60er-Jahre besaß Michaelis bereits sechs Intercoiffure-Salons, später zehn. Als deren Manager entwickelte er sehr früh Serviceangebote und Werbestrategien für die Salonpraxis, die heute noch Gültigkeit haben.

Um als Friseur auch über die Grenzen hinweg Wirkung entfalten zu können, gründete er mit seinem Kollegen Ulrich Junge die Junge + Michaelis Akademie. Modische Vorbilder waren damals Vidal Sassoon und Luis Llongueras. Man feierte die Befreiung des Haares von Haarspray und zelebrierte den „feinen Schnitt“. Seit 1980 Mitglied in der Haute Coiffure Francaise, war Erwin Michaelis einer der ersten Filialisten seiner Branche, der ein gehobenes Angebot zu einem Markenartikel machte. Im Vorstand der Intercoiffure Deutschland war er viele Jahre als Vorstandsmitglied maßgeblich an der Entwicklung der Intercoiffure beteiligt.  

Tochter Birgit Michaelis-Wolter führt heute ebenfalls erfolgreich mehrere Salons.