News

TOP HAIR fragt nach

Beauty School: L`Oréal zieht zurück

Die Hürde war wohl doch zu hoch: Die Beauty School von L'Oréal startet nicht, wie angekündigt Mitte Oktober. Wie L'Oreal auf Nachfrage von TOP HAIR bekannt gibt, wird der Starttermin bis auf Weiteres verschoben.

Mehr Business-News? Newsletter anmelden!

Kurz vor dem Start der privatschulischen Ausbildung hakte TOP HAIR nach. Kerstin Lehmann, Leiterin Professional Development & Strategic Projects bei L'Oréal Professionelle Produkte äußerte sich in einer Stellungnahme wie folgt: "Trotz der vielen positiven Rückmeldungen von Friseuren und potenziellen Schülern wurde unsere Initiative von einigen Institutionen stark hinterfragt. Wir bedauern diese Entwicklung und sind derzeit nach wie vor in Gesprächen, um hier eine für alle Seiten gute Lösung zu finden. Den geplanten Start der Schule werden wir jedoch in Abstimmung mit unseren Partnern der L'Oréal Professional Beauty School zunächst auf noch unbestimmte Zeit verschieben."

ZV im Clinch mit L'Oréal

Im März hatte L'Oreál Professionelle Produkte die kompakte privatschulische Ausbildung zum Master auf Beauty der Presse in Düsseldorf vorgestellt (TOP HAIR berichtete). Als Starttermin wurde der 17. Oktober genannt. Mit diesem Alleingang von L'Oréal war vor allem der Zentralverband (ZV) des Deutschen Friseurhandwerks überhaupt nicht einverstanden, sah er doch die Duale Ausbildung gefährdet. Er reagierte mit einer deutlichen Haltung: Der ZV duldet keine Sonderwege in der Ausbildung und verabschiedete auf seiner Delegiertenversammlung, mit Rückendeckung der Bundesregierung, eine Resolution gegen die Pläne von L'Oréal.

In der weiteren Auseinandersetzung mit dem Kosmetikriesen ließ der ZV mit Präsident Harald Esser an der Spitze die privatschulische Zulassung prüfen. Schnell war klar, dass die staatliche Anerkennung noch nicht unter Dach und Fach ist und L'Oréal Professionelle Produkte erst einmal zurück rudern muss. Außerdem wollten Verband und L'Oréal in einen Dialog treten und die Rahmenbedingungen erneut diskutieren. Erste Gespräche fanden mittlerweile statt.

Auf Nachfrage der Redaktion zum Rückzug äußerte sich der Verband zurückhaltend, um die weiteren  Gespräche nicht zu gefährden: "Wir verstehen das Interesse um die Entwicklungen der L’Oréal Beauty School natürlich sehr. Wir befinden uns allerdings aktuell noch immer in Gesprächen mit L’Oréal, weshalb wir zu diesem Zeitpunkt kein Statement abgeben werden", so die Pressestelle. (et)