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Färbetechniken

Balayage, Contouring, Ombré, Dip-Dye und Babylights - Was verbirgt sich hinter den angesagten Färbetechniken für die Haare? Wie werden sie gemacht? Welchen Effekt haben sie im Haar? Wir stellen einige der Trendtechniken zum Haare Färben vor.

Foto: Egbert Krupp

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Babylights: Feine, softe Highlights, die einen natürlichen Look erzeugen. Das Haar wirkt wie von der Sonne aufgehellt. Die Highlights sollten zwei Töne heller als die Ausgangsfarbe sein. Sie können z. B. als gewebte Folie oder mit Pinsel erarbeitet werden.

Balayage: Der Begriff kommt aus dem Französischen („balayer“) und bedeutet „kehren“. Hierbei wird mit einem Pinsel die Farbe frei Hand aufgetragen, sodass die Haare zu den Enden hin heller werden. Dadurch fällt das Herauswachsen des Ansatzes weicher aus und es entsteht ein natürliches Aussehen. Für diese Technik kann Farbe und Blondierung verwendet werden. Die Nuancen sind nur wenig heller als die Ausgangsfarbe, so entstehen zarte Highlights.

Bronde: Diese Technik ist eine Weiterentwicklung der Balayage. Sie setzt sich zusammen aus den Wörtern „brown“ (engl. Braun) und „blonde“ (engl. Blond). Hierbei werden Braun- und Blondnuancen  kombiniert. Je mehr Nuancen, desto individueller wird das Ergebnis. Der weiche, fließende Farbverlauf und das natürliche Farbspiel entstehen durch das freihändige Auftragen der Farbe mit dem Pinsel.

Ombré: Dieser Effekt zeichnet sich durch einen stärkeren Hell-Dunkel-Kontrast aus und bedeutet übersetzt so viel wie „Schattenhaar“. Hierbei wird das erste Drittel der Haarlänge am Ansatz dunkel gestaltet und das Haar nach unten immer heller gefärbt. Klassischerweise verläuft der Ombré-Look von einem dunklen Braun über dunkle Blondtöne bis hin zu einem hellen Blond. Hierbei können die Farbtiefen deutlicher auseinander liegen. Grundsätzlich kann diese Technik aber auch mit anderen Farben durchgeführt werden, z. B. von Grün nach Rosa. Der Farbverlauf ist nicht so weich fließend wie beim Bronde-Look. 

Sombré: Darunter versteht man einen natürlicheren Ombré-Look, bei dem die Übergänge zwischen den einzelnen Farbnuancen weicher gestaltet werden. Hierfür liegen die Farbtiefen näher beieinander.

Tortoiseshell: Hierbei soll ein natürliches, weiches Farbergebnis entstehen, das kaum von der Naturhaarfarbe abweicht. Darum sollten die Farbnuancen auch ähnlich der Ausgangsfarbe sein. Harte Kanten zwischen den Nuancen sind nicht erwünscht, daher werden die Farben auf- und ineinander gemalt und die Längen laufen heller aus. Im Unterschied zur Balayage ist das Farbergebnis dunkler. 

Contouring: Beim Contouring soll durch das Setzen heller (Highlights) und dunkler (Lowlights) Strähnen im Konturenbereich die Proportion des Gesichts positiv verändert werden. Dunklere Farben bewirken eine optische Verkleinerung und Verschmälerung, hellere Farben haben einen verbreiternden Effekt.

Undercolour/Underlights: Hierbei werden Strähnen bzw. ganze Haarpartien unter dem Deckhaar mit einem starken Kontrast eingefärbt. Vom Schwarz-Blond-Kontrast über Rot- und Pink-Nuancen bis zu Regenbogenfarben ist alles möglich. 

Halo-Lights: Sie sollen den Effekt eines Heiligenscheins erzielen. Dafür werden lediglich am Oberkopf Highlights gesetzt, die das Gesicht auf natür­liche Weise umrahmen.

Two-Tone-Hair: Die Technik zeichnet sich durch den deutlichen Kontrast zwischen Ansatz und Länge/Spitze aus. Ein sichtbar dunkler Ansatz ist Absicht. 

Dip-Dye-Hair: Dabei werden lediglich die Haarspitzen eingefärbt und dies in einem möglichst starken Kontrast zur restlichen Haarfarbe. Sie sehen dann aus, als hätte man sie in einen Farbeimer getaucht. 

(Diese Methoden stellen einen Auszug aus den aktuellen Färbetechniken für Haare dar.)

(Text: Evelyn Pruin, Sabine Schwamborn)