Wechseljahre & Co.: Wie sag‘ ich’s meiner Kundin?

02. Dezember 2025
Sandra Ehrhardt und ihr Team aus drei weiteren Personen
Sandra Ehrhardt (2.v.r.) und ihr Team haben sich spezialisiert auf Kopfhautprobleme. Foto: Christian Dudlo

Wie man taktvoll mit Kopfhautproblemen umgeht, wenn man sie beim Kunden oder der Kundin entdeckt, erklärt Friseurunternehmerin Sandra Ehrhardt.

Inhaltsübersicht

Sandra Ehrhardt, Inhaberin eines gleichnamigen La Biosthétique-Salons im Vogtland, beschäftigt sich intensiv mit der Kopfhaut ihrer Kundinnen. Alle Neukund*innen erhalten eine Kopfhaut- und Haaranalyse und werden nach dem persönlichen Empfinden ihrer Haargesundheit befragt. Das anschließende Beratungsgespräch nimmt diese Angaben auf, die Ergebnisse werden in einer individuellen Betreuungskarte notiert und regelmäßig abgeglichen. Dieser Service gehört auch bei Stammkund*innen zweimal jährlich zum Friseurbesuch dazu. Dafür nehmen sich Ehrhardt und ihr Team extra zehn Minuten Zeit.

Täglich Frauen mit Problemen

Frauen, die unter hormonell bedingtem Haarschwund leiden, sieht die 52-jährige Friseurmeisterin täglich vor sich im Stuhl. Häufig kämen die Frauen mit ihren Problemen an Haar und Kopfhaut aktiv auf sie zu, doch vielfach seien sie sich ihrer Probleme gar nicht bewusst. Diese Betroffenen taktvoll auf Möglichkeiten der Kopfhautpflege und Haarwuchsstärkung hinzuweisen, gehört zu Ehrhardts Stärken.

Begleitung steht im Vordergrund

Dabei geht es ihr primär um Begleitung, nicht um den schnellen Verkauf. Sie nehme sich die nötige Zeit, um auf Signale der Kund*innen zu reagieren. Das werde vielfach angenommen, der Bedarf sei da. In den Gesprächen werden, aufbauend auf den Ergebnissen einer Kopfhautanalyse, je nach Problematik maßgeschneiderte Behandlungen für jede Kundin entwickelt. Dabei greift die La Biosthétique-Referentin erfolgreich auf die Werkzeuge zurück, die das Unternehmen ihr bietet: Neben Kopfhautindikatorentest, Kopfhautpeeling, verschiedenen Massage-Dienstleistungen und speziellen Pflegeserien gehören auch Nahrungsergänzungsmittel dazu.

Es sind Grenzen gesetzt

Grenzen sieht Sandra Ehrhardt dann, wenn bei Kundinnen medikamentöse Behandlungen in den Hormonhaushalt eingreifen, oder die Ursachen für etwaigen Haarverlust unklar sind. „Die Wirkung von Medikamenten können wir nicht beeinflussen, dennoch können wir dem Haarverlust entgegensteuern. Das kommunizieren wir ehrlich.“ Sind Gründe für den Haarverlust nicht klar, sehe ich es als meine Aufgabe, die Kundinnen zu sensibilisieren, medizinische Ursachen ärztlich abklären zu lassen.“ Ehrhardts drei jungen Mitarbeiter*innen wissen um ihre besondere Kompetenz, sind ebenfalls trainiert im Umgang mit Kundinnen, deren Kopfhaut- und Haare hormonell bedingt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Darauf legt die Chefin in regelmäßigen Teamschulungen Wert. Und festigt damit den Ruf ihres Salons.

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