Der Virus kommt per Mail

23. April 2026
Laptoptastatur, auf der Hände tippen, Symbole, wie Vorhängeschloss, Zahnrad schweben darüber
Foto: shutterstock_549680125_Boiko Y

Es trifft nicht nur die großen Konzerne und Behörden. Auch kleine und mittelständische Betriebe werden Opfer von Hackerangriffen. Oft ist die E-Mail der Türöffner für Viren. Das tun Sie, wenn es in Ihrem Salon passiert.

Inhaltsübersicht

Mehr als 90 Prozent aller Cyberangriffe werden über E-Mails durchgeführt. Schnell klickt man selbst oder ein Salonmitarbeiter auf einen Anhang oder Link in einer vermeintlichen Geschäftsmail und schon ist die Schadsoftware eingepflanzt. Hacker können Passwörter zurücksetzen, sensible Daten auslesen, in Ihrem Namen bei Partnerfirmen Ware bestellen, und, und, und. Ein Szenario, das man sich nicht weiter ausmalen möchte.

Das sind die Warnzeichen

Doch wie erkennen Sie überhaupt, ob Ihr E-Mail-Konto angegriffen wurde? Die Stiftung Warentest nennt 5 Signale:

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  • Sicherheitsmeldungen: Ihr Mail-Anbieter benachrichtigt Sie, dass es Änderungen an Ihrem Konto gab, die nicht Sie vorgenommen haben. Das können zum Beispiel Anmeldungen über neue Geräte sein.
  • Zugang gesperrt: Sie haben keinen Zugang mehr zu Ihrem Konto, Sie können sich nicht mehr einloggen.
  • Fremde Änderungen: Sie bemerken in Ihrem Konto Änderungen, die Sie nicht vorgenommen haben.
  • Fremder Absender: Im Gesendet-Ordner liegen Nachrichten, die Sie nicht geschrieben haben.
  • Accounts gesperrt: Sie haben keinen Zugang mehr zu einem Ihrer Accounts – etwa zu einem Onlineshop. Womöglich wurde das Passwort über Ihr gehacktes Mail-Fach geändert.

Das tun Sie, wenn es passiert ist

Sie wurden gehackt? Dann ist schnelles Handeln wichtig, um den Salon vor weiterem Schaden zu schützen:

  • Kontaktieren Sie Ihren Softwareanbieter und den E-Mail-Provider
  • Ändern Sie Passwörter
  • Informieren Sie Kund*innen, Kontakte, Lieferanten und Geschäftspartner
  • Wurden durch den Hackerangriff möglicherweise personenbezogene Daten verändert oder missbraucht, ist das ein Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung, den Sie innerhalb von 72 Stunden melden müssen
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei

Das bietet Schutz

Schon bevor es passiert, Vorsicht walten lassen. Das können Sie tun:

  • Regelmäßig Updates ausführen
  • Starke Passwörter verwenden
  • Mitarbeiter*innen schulen, Phishing-E-Mails zu erkennen, und keine Links oder Anhänge daraus zu öffnen
  • E-Mail-Anbieter prüfen
  • Server auf dem neuesten Stand halten
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