Unternavigation:
Ins Netz gegangen
Web? App? Smartphone? Ein kleiner Wegweiser durch den Anglizismen-Dschungel
Heute schon gepostet? Ihre eigene App aufs Smartphone installiert und das Ihren Kunden schon getwittert? Sie verstehen kein Wort? Kein Problem – wir erklären Ihnen die wichtigsten Begriffe, damit Sie die schöne neue Medienwelt für Ihren Erfolg nutzen können.
Was ist/sind eigentlich …
Web 2.0?
Web 2.0 bezeichnet die aktuelle, interaktive Form des Internets: Nutzer können Inhalt und Aussehen mitgestalten.
Social Media?
Gemeint sind damit Soziale Netzwerke, die Sie mit Menschen auf der ganzen Welt via Internet in Kontakt treten lassen. Die Kommunikation erfolgt über Internetseiten wie Facebook, Twitter, StudiVZ oder Xing. Bei diesen Netzwerken können Sie nach kostenloser Anmeldung nicht nur Worte, sondern auch Fotos und Videos mit anderen Menschen teilen. Der Umgang mit diesen Seiten ist vielfältig und hoch emotional: Während einige Nutzer darauf bedacht sind, möglichst wenig von sich preiszugeben, gehen andere sehr offen mit vertraulichen Daten wie Adresse, ihrem derzeitigen Aufenthaltsort, Beziehungsstatus oder Gesundheitszustand um. Unternehmen können die sozialen Medien nutzen, um schnell und gezielt mit ihren Kunden in Kontakt zu treten bzw. neue zu gewinnen. Vor allem junge Kunden sind dort sehr aktiv.
Facebook?
Facebook ist das größte und bekannteste Soziale Netzwerk: Nach eigenen Angaben hat das im Februar 2004 von Studenten in Amerika gegründete Unternehmen bereits mehr als 500 Millionen aktive Nutzer. Wer auf Facebook eine private Seite hat oder mit seinem Unternehmen angemeldet ist, kann binnen weniger Sekunden neue Nachrichten, Bilder und Videos veröffentlichen („posten“) und Verknüpfungen zu anderen Internetseiten herstellen. Kunden können so stets mit neuen Informationen versorgt werden. Aber Facebook ist keine Einbahnstraße, denn genauso schnell können andere Nutzer auf Ihre Nachrichten reagieren, sie kommentieren und Ihnen Fragen stellen. Ein direkter Draht zum Kunden also, der aber nicht unterschätzt werden sollte: Wer nicht auch bereit ist, Kritik einzustecken, auf Anfragen nicht reagiert oder unliebsame Aussagen löscht, wird von der Facebook-Gemeinschaft schnell geächtet. Die Internet-Gemeinschaft handelt subjektiv und emotional, folgt dabei eigenen Regeln und kennt
in den meisten Fällen keinen „Schiedsrichter“.
Seien Sie sich dessen bewusst: Im Netz liest die ganze Welt mit – auch die Konkurrenz.
Twitter?
Ähnlich wie bei Facebook können Sie hier mit den sogenannten Tweets (engl. to tweet = zwitschern) Nachrichten versenden. Der Unterschied zu Facebook ist hier allerdings die Länge: Die Nachricht darf bei Twitter maximal 140 Zeichen lang sein. Beinahe in Echtzeit verbreiten sich so Neuigkeiten und Belanglosigkeiten, es wird diskutiert und kommentiert. Nicht abschrecken lassen darf man sich von den vielen Twitter-Nutzern, die das Forum nutzen, um nur selbstdarstellendes Geplänkel in die Welt hinauszu- „zwitschern“ (,bin grad auf dem Klo’, ,hab’ keine Milch mehr im Kühlschrank’ oder ,mir brummt der Schädel von gestern Abend’). Für Unternehmer kann auch Twitter eine Möglichkeit sein, gezielt zu werben und mit Kunden in Kontakt zu treten.
Smartphone?
Mit einem Smartphone haben Sie, vereinfacht gesagt, Ihr Büro immer bei sich. Mit diesen Mobiltelefonen können Sie neben den herkömmlichen Funktionen wie telefonieren und Kurznachrichten verschicken auch Termine verwalten, sich mit dem Internet verbinden, E-Mails verschicken und zusätzliche Software installieren. Das wohl bekannteste Smartphone ist das „iPhone“ des amerikanischen Herstellers Apple.
iPhone?
Das iPhone ist Handy und Büro in einem. Die Bedientastatur der Handys ist einem berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen) gewichen: Indem Sie mit dem Finger über das Display fahren, steuern Sie die Funktionen. Kleine Hilfsprogramme, sogenannte Apps (s. unten), verleihen dem Mobiltelefon einen Zusatznutzen. Da viele Ihrer Kunden bereits ein iPhone oder ein anderes Smartphone besitzen, sind für sie vor allem Apps interessant, mit denen Sie Ihren Kunden noch mehr Service zwischen zwei Besuchen im Salon bieten können.
iPad?
Das iPad, ebenfalls aus dem Hause Apple, gehört zu den sogenannten Tablet-PCs und kann als Kreuzung zwischen Smartphone und Laptop bezeichnet werden. Mittlerweile gibt es sie von mehreren Herstellern. Fotografieren und telefonieren kann man damit zwar nicht, dafür sind die Tablet-PCs klein, leicht und durch Fingerzeig zu manövrieren. Durch spezielle Apps (siehe unten) können die Funktionen des Gerätes erweitert werden. Der Mini-PC ist dabei mehr Spielzeug als Arbeitsgerät: Das Abspielen von Videos- und Musik ist ebenso möglich wie das Surfen im Internet, den PC zum Arbeiten ersetzt es aber nicht. Aber gerade im Salon ergeben sich viele Möglichkeiten für einen Einsatz, etwa als elektronisches Frisurenbuch (siehe auch TH 18/2010 und Tablets-PCs).
Apps?
App steht für das englische Wort Application, was übersetzt Anwendung heißt und im Prinzip nichts anderes ist als eine kleine Software. Mit Hilfe dieser teilweise kostenpflichtigen Apps, die man sich im Internet herunterladen kann, erweitern Sie die Funktionen Ihres Smartphones bzw. der Tablet-PCs. Mit einer eigens für ihren Salon programmierten App, könnte man sich zum Beispiel direkt auf Ihre Homepage klicken. Aber neben dem bloßen Darstellen der Internetpräsenz sollte eine App noch mehr leisten: Etwa sollte sie den Weg zum Salon mittels digitaler Landkarte beschreiben können, eine Online-Terminvereinbarung anbieten oder das Blättern in Ihrer neuesten Kollektion ermöglichen.
Was ist ein QR-Code
Was Sie in der TH 20/2010 auf Seite 19 im roten Kasten sehen, ist kein Druckfehler, sondern ein QR-Code. Die Abkürzung steht für quick response, ,schnelle Antwort‘. Wie bei einem Barcode sind dort Informationen, wie z. B. eine Internetseite hinterlegt. Um den Code entschlüsseln zu können, müssen Sie den Code nur mit einem modernen Handy abfotografieren.
Probieren Sie es gleich in der TH 20/2010 auf Seite 7 aus!
Mehr zum Thema Social Media lesen Sie in der TOP HAIR 20/2010. Sie sind noch kein Abonnent?



