Traumjob

Jutta Langer ist seit gut einem Jahr Geschäftsleiterin von L’Oréal Professionnel. TOP HAIR stand sie Rede und Antwort. Foto: L’Oréal Professionnel

L’Oréal Professionnel unterstützt die Fashion Week in Berlin seit Beginn. Ein Gespräch mit Geschäftsleiterin Jutta Langer am Rande der Fashion Week über das Engagement der Marke und ihre ersten Monate als Chefin.

TOP HAIR International: Wie wichtig ist für L’Oréal Professionnel die Fashion Week?

Der Bereich Kreativität, Trends, Fashion ist ein ganz großer Teil unserer Marke. Da sind natürlich zum einen die internationalen Trends, die bei uns durch Paris geprägt sind. Zum anderen wollen wir das natürlich auch greifbar machen für die einzelnen Märkte. Damit ist unsere Präsenz auf der Berlin Fashion Week als DAS Fashion-Event innerhalb Deutschlands die logische Konsequenz.  Hier können wir die lokale Kreativität aufnehmen, sie den Kunden im Salon und damit unseren Partnerfriseuren zur Verfügung stellen, damit sie den „Total Look“ kreieren können. Das bringen wir natürlich mit unseren Kollektionen in Verbindung, und auf der anderen Seite bieten wir unseren Friseuren eine Plattform, ihre Kreativität zu zeigen. 90 % der Shows werden durch das Team von André Märtens und das Atelier-Artistique-Team betreut. Die Nachfrage ist hier extrem groß. Das wiederum im Salon zu nutzen und greifbar zu machen, ist die Aufgabe unseres Marketing-Teams.

Wie wählen Sie die Friseure aus, die backstage für Sie arbeiten?

Der Head ist klar definiert mit André Märtens. Ebenfalls mit dabei ist Wolfgang Zimmer, und dann legen wir den Fokus natürlich auf das Atelier Artistique, unsere kreative Elite. Natürlich bieten wir auch immer mal wieder Newcomern, Leuten, in denen wir Potenzial sehen, die Möglichkeit, backstage zu arbeiten. Großes kreatives Potenzial erleben wir immer wieder bei unserem Tecni.art.ist-Wettbewerb und deshalb hat der Gewinner auch die Möglichkeit, backstage dabei zu sein.

Wie messen Sie den Erfolg Ihres Engagements auf der Fashion Week?

Natürlich sehen wir uns an, welche Resonanzen wir in der Presse erreichen. Da erleben wir eben, dass das Interesse sehr, sehr groß ist. Sei es im Print- oder TV-Bereich – die Nachfrage ist da. Auch die Nachfrage unserer Kunden ist groß und unsere Partnerfriseure haben ein großes Interesse daran, die Materialien der Fashion Week zu bekommen. Die Klickrate auf Facebook und in unseren Blogs steigt, wenn es um die Berlin Fashion Week geht und wir erhalten positive Rückmeldungen auf die Materialien, die wir zur Verfügung stellen. Dadurch gelingt es uns, eine Verbindung zwischen der Berlin Fashion Week, der Kreativität und der Expertise im Salon zu schaffen. Durch unsere Kollektionen wird das Ganze schließlich in einen internationalen Kontext gesetzt. Als wir im Januar Sylvie van der Vaart mit auf der Fashion Week hatten, wurde die Bedeutung des Events für uns nochmals verstärkt: Wir konnten ihre Fashion-Affinität nutzen und das in den Kontext setzen. All das sind für uns einzelne Puzzleteile, die perfekt zusammenpassen und die Basis für unsere Marke bilden.

Wie ordnen Sie Berlin ein? Ist Paris immer noch die Trendmetropole für Sie?

Paris ist ganz klar Trendmetropole, gerade im Haute-Couture-Bereich. Was Paris auszeichnet, ist die Bereitschaft, sich immer wieder neu zu entwickeln. Bestehen bleibt aber immer die Extravaganz, dieses „Französische“, das unsere Marke ausmacht.

Nichtsdestotrotz arbeiten wir mit internationalen Trendbüros und Designern zusammen – wir schauen über Paris hinaus und denken global. Wir sind ein international agierendes Unternehmen mit vielen verschiedenen Märkten, und da müssen wir natürlich die Strömungen, die dort stattfinden, aufnehmen. Für Deutschland ist Berlin meinungsbildend und dementsprechend ist die Präsenz für uns hier auch interessant.

 

Lesen Sie hier, welches Verhältnis Jutta Langer persönlich zu Mode hat.