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Das ist mein Traum

- Franc Braun (m.) plant mit seinen Geschäftsführern Barbara Heinz und Dirk Pentleit seinen Traumsalon. Foto: privat
Funktional, visionär und kundenorientiert: Franc Braun plant seinen Zukunftssalon
Wir planen unseren Traumsalon. Sagen Sie uns, was Sie für Wünsche haben. Mit dieser Bitte richtete sich Franc Braun an rund 2.000 seiner Kunden und war über die Resonanz hocherfreut. „Hier geht es schließlich nicht nur um meine Wünsche, sondern die der Kunden“, sagt der erfolgreiche Friseurunternehmer, der in Kaarst einen der größten Einzelsalons Deutschlands führt. 1991 hatte er den Salon von seinen Eltern übernommen und bis heute immer wieder modernisiert und erweitert. Den Kundenwünschen entsprechend (u. a. wollten diese nicht wie in einem Schaufenster sitzen) wurde 1999 sogar ein neues Haus gebaut. „Braun Der Friseur“ war einer der ersten Salons mit einem Raucher- und Nichtraucherbereich.
Für die Zukunft gewappnet
VIP-Raum, Beauty-Lounge – das Angebot lässt keine Wünsche offen. Und dennoch, Franc Braun mag keinen Stillstand. „Was müssen wir tun, um für die Zukunft fit zu sein und zu bleiben?“, ist eine Frage, die ihn umtreibt. Als Chef von 40 Angestellten stehe er in der Verantwortung. Aktuell sei er gut aufgestellt: Das Team sei top, die Unternehmensführung auf mehrere Schultern verteilt. Bleibt noch die Einrichtung. Diese trage nicht unwesentlich zum Erfolg eines Salons bei. Ein neues Ambiente könne diesen zusätzlich pushen, ist sich der 45-Jährige sicher. Für die Planung seines „Salons der Zukunft“ begeht er auch ungewöhnliche Wege. Er bat mehrere Einrichtungsfirmen gemeinsam an einen Tisch und legte seine Geschäftsunterlagen und Ideen offen. Es geht um viel Geld. 100.000 bis 200.000 Euro möchte Franc Braun in die Zukunft investieren. Das ist mehr als die meisten Friseure Umsatz machen. Spätestens Anfang 2012 soll der Umbau fertig sein. Fast zwei Jahre Planungsphase werden dann zu Ende gehen. Ein solches Projekt brauche Zeit, sagt Braun.
Erlebnisräume schaffen
Was wünscht sich der erfolgreiche Unternehmer für seinen Traumsalon? Neue Materialien, neue Technologien, großzügiges Ambiente. „Ich möchte die Grenzen zwischen den einzelnen Bereichen fließender gestalten. Es gibt ruhige Zonen und Bereiche, in denen sich mehr bewegt. Natürlich wird es weiterhin einen VIP-Raum geben, aber niemand möchte, wenn er zum Friseur geht, wirklich komplett abgeschottet sitzen. Ein Friseurbesuch ist doch eigentlich ein Event, der Kunde möchte etwas erleben.“ iPads bzw. die Möglichkeit, im Internet zu surfen, dürfen da nicht fehlen. Ein wichtiger Aspekt sei auch die Nachhaltigkeit. Vor drei Jahren wurde bereits eine Solar-Warmwasseraufbereitung installiert. Jetzt soll ein ener-giesparendes Lichtkonzept dazu kommen. Mehr wird nicht verraten, denn die eigentlichen zündenden Ideen erhofft sich Braun von den Einrichtern.
Dem Trend auf der Spur
Wer plant, umbaut, einrichtet, muss sich mit der Zukunft befassen. Denn auch Salonmöbel unterliegen dem Diktat der Mode. Farbe, Oberflächen, Formen passen sich den jeweiligen Trends an. Da aber nicht jedes Jahr die Ausstattung erneuert werden kann, muss vorausschauend geplant werden. Inspirationen für die Möbel von morgen holt sich der Stuttgarter Saloneinrichter Olymp u. a. auf der Mailänder Möbelmesse, um sie dann auf die Friseureinrichtung zu adaptieren. Design trifft Natur wird ein Trend der nächsten Jahre, sagen Innenarchitektin Anke Jürgens und Marketingleiterin Stephanie Froux. Beliebt seien Holznachbildungen in Olivenbaum oder Eiche, kombiniert mit Weiß-Variationen und warmen Erdtönen. In Zeiten von „Web 2.0“ gewinne der Multi-Media-Bereich an Bedeutung. iPod-Docking-Stationen, Beamerprojektionen an den Wänden, mobile PC-Module und 3-D-Scanner für
Vorher-nachher-Beratungen sind nur einige der vielen Möglichkeiten, die Kunden zu unterhalten. Einzig im Bereich der Dienstleistungen sieht man bei Olymp keinen Ersatz durch Technik. „Hier steht der persönliche Bezug zwischen Kunde und Friseur immer an erster Stelle.“
Neue Materialien
Einen je nach Arbeitsbereich in Zonen gegliederten Salon sieht Stephan Pokorny (Ihr Saloneinrichter) vor sich, wenn er in die Zukunft denkt. Hier Waschen, da Farbe, dort Schnitt – durch die Verwendung unterschiedlicher Stile, Materialien und Farbgebungen abgegrenzte Räume. „Der klassische Einheitsbrei gehört der Vergangenheit an“, sagt Pokorny. Außerdem müsse man Raum für Luxus schaffen (für den Kunden), kurze Wege berücksichtigen (für die Mitarbeiter) und energieeffizient planen (z. B. LED-Technik). Bei der Wahl der Materialien sei Nachhaltigkeit das oberste Gebot.
::: Braun Der Friseur,
Maubisstr. 12,
41564 Kaarst
T: (0 21 31) 6 53 41 78
350 Quadratmeter,
über 40 Angestellte
(inkl. freie Mitarbeiter)
www.braunderfriseur.de :::



