Foto: Obayashi, Asch Co.,Ltd.

Hiroyuki Obayashi

Emotion und Leidenschaft

Die Bühne ist sein Zuhause. Keine Frage - Hiroyuki Obayashi präsentiert seine Kunst gern vor großem Publikum. Neben den ungewöhnlichen Haarkreationen designt der Japaner auch die Kostüme seiner Modelle selbst. Eine Show von ihm ist ein Gesamtkunstwerk. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass er unter anderem schon mit Größen wie Jean-Kuc Minetti für Alexandre de Paris gearbeitet hat. Obayashi gibt dem Haar eine Seele, heißt es in seiner Heimat. Damit ist klar, dass das Frisieren für ihn nicht bloßes Haareschneiden ist, sondern wahre Leidenschaft. Gerade die faszinierende Mischung aus japanischer Tradition und europäischen Stil-Elementen macht seine Kreationen für uns Europäer so interessant, weil sie eben anders und etwas ganz Besonderes sind. 

Schritt für Schritt hat Hiroyuki Obayashi seine Karriere vor 30 Jahren in Tokio begonnen. Dort hat er in einem Horibe-Salon gelernt. Sein Lehrer war der Inhaber Miyuki Horibe, der in Japan eine Legende ist. Nur das Beste war schon immer gerade gut genug für Obayashi. Erste Bühnenluft schnupperte er bei zahlreichen Wettbewerben. Später kreierte er dann eigene Shows. Doch das füllte ihn nicht aus: Für eine Reihe japanischer Modezeitschriften (z.B. "noon no", "25 ans") ist er bei Fotoshootings dabei und somit auch für deren Erfolg verantwortlich. Und der ist ihm sicher. Auch für seinen Salon macht er eigene Fotoproduktionen.

Es muss nicht immer Tokio sein. So hat sich Hiroyuki Obayashi in Nagoya, mit 2,2 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt Japans, ein kleines Imperium aufgebaut. Mittlerweile betreibt er dort vier Salons (Asch Co. Ltd) und beschäftigt 140 Mitarbeiter. Das sind nicht gerade Mittelmaß-Dimensionen... Mit kleinen Salons kann man eben keinen Erfolg haben in einer Millionenstadt wie Nagoya, in der es Friseure gibt wie Sand am Meer. Aber Qualität setzt sich durch.

Obayashi ist außerdem stellvertretender Vorsitzender der Nihon Hair Design Kyokai, einer Japan-weiten Friseurvereinigung, die viermal im Jahr eine eigene Kollektion herausbringt. Zusätzlich dazu reist er für die Intercoiffure als Akteur und Botschafter mehrmals im Jahr in die Metropolen der Fashion-Welt.